Die Driving Range ist der Ort, an dem Golfspieler ihre Fertigkeiten verbessern. Die Bedeutung des Begriffs ist also schnell erklärt: ein Übungsplatz für den Golfschwung, unabhängig vom eigentlichen Platz. Sie dient dazu, sich vor einer Runde aufzuwärmen, schwierige Schläge zu üben oder im Winter zu trainieren, wenn der Platz geschlossen ist.
Was ist eine Driving Range? (Bedeutung und Aufbau)
Die Driving Range ist ein Übungsplatz für den Golfschwung mit jedem Schläger. Sie ist vom Platz, auf dem gespielt wird, abgegrenzt. Die Driving Range ist ein freies grünes Feld, auf das man schlagen kann. Es gibt auf diesem Feld Markierungen, um diese als Golfer anzuvisieren und ein Ziel zu haben. Außerdem zeigen diese Markierungen den Abstand zum Abschlagsort durch ihre Farbe oder aufgedruckte Zahlen an.
Auf der Driving Range dürfen nur Rangebälle geschlagen werden. Die Rangebälle dürfen auch nur hier und nicht beispielsweise auf dem Platz geschlagen werden. Damit das auch jedem auffällt, sind Rangebälle meistens gelb markiert oder anders gekennzeichnet als normale Golfbälle. So sieht der Platzwart auf einen Blick, ob jemand versehentlich mit einem Rangeball auf dem Platz unterwegs ist.
Die Bälle werden mit der Hilfe eines Fahrzeugs eingesammelt.
Bei schlechtem Wetter haben die Driving Ranges meist ein Häuschen, unter welches man sich stellen kann. Von da aus kannst du dann deine Schwünge üben. Die Driving Range hat meist eigene Öffnungszeiten und ist auch im Gegensatz zum Platz im Winter geöffnet. Die meisten Ranges liegen im Freien, nur selten gibt es überdachte oder komplette Indoor-Anlagen, auf denen du völlig wetterunabhängig üben kannst.

Welche Abschlagflächen gibt es auf einer Driving Range?
Man unterscheidet zwischen Mattenabschlägen und Grasabschlägen. Wie der Name schon sagt, ist dies einmal von einer Matte und einmal vom Gras.
Auf den Matten gibt es oftmals Gummitees. Da die Matten für viele Golfer eher ungewohnt sind und nicht perfekt die Widerstände vom Gras widerspiegeln, schlagen viele Golfer lieber vom Gras ab.
Es sind auf den meisten Plätzen allerdings eher die Mattenabschläge verfügbar, da diese robuster und pflegeleichter sind. Die Matten bestehen aus einem Kunststoff und sollen den Fairway imitieren. Die Gummitees haben auch andere Eigenschaften als die gewohnten Holztees, da diese nicht abbrechen können und bei etwas abweichendem Schlag den Schwung etwas stoppen.
Was kostet das Spielen auf der Driving Range?
Das Spielen auf einer Driving Range kostet im Heimatclub nichts. Das einzige, was du hier bezahlen musst, sind die Rangebälle, welche du am Automaten bekommst.
Für gewöhnlich kostet ein halber Korb einen Euro und ein ganzer Korb zwei Euro. Manche Clubs haben mittlerweile auch Chipkarten oder Apps im Einsatz, mit denen du dir vorher ein Guthaben für Bälle aufladen kannst, statt Münzen in den Automaten zu werfen.
Wenn du nicht auf deinem Heimatplatz spielst, musst du eine sogenannte Rangefee bezahlen.
Diese Rangefees gibt es in verschiedenen Variationen. Von Tagestickets bis Monatstickets. Manchmal gibt es auch Zusammenschlüsse von Golfclubs, welche ein ermäßigtes Ticket untereinander verkaufen. Es gibt tatsächlich auch Clubs, bei denen es grundsätzlich keine Rangefee gibt.
In meinem Club kostet die Rangefee für einen Tag fünf Euro. Dies kann allerdings von Club zu Club sehr stark variieren.
Wie trainierst du richtig auf der Driving Range?
Klassisch schwingt man seine Golfschläger auf der Range hoch und runter. Viele Leute spielen hier am liebsten den Driver. Die meisten Leute, die du auf der Range sehen wirst, benutzen wahrscheinlich auch den Driver.
Ich würde dir allerdings empfehlen, jeden Schläger bis auf den Putter hier zu nutzen, um dich für ein Golfspiel aufzuwärmen. Dadurch hast du jeden Schwung schon einmal etwas näher im Kopf, als wenn du nur einen Schläger üben würdest.
Wichtig ist dabei, dass du nicht einfach gedankenlos einen Korb Bälle runterschlägst. Wer ohne Ziel übt, verbessert sich auch kaum. Leg dir vorher fest, woran du heute arbeiten willst, und schlage bewusst auf ein Ziel. Wenn du dafür eine feste Struktur suchst, findest du in meinem 60-Minuten-Trainingsplan für die Driving Range eine gute Vorlage.
Für ein spezielles Problem kannst du natürlich auch auf die Range gehen. Willst du einen Ball mit einem Drill zu einer Seite treffen? Willst du besonders lang schlagen? Dann ist die Driving Range der ideale Ort, um dieses Problem anzugehen.
Spaß macht es auch oft, mit einem Spieler hier hinzugehen, welcher ein besseres Handicap besitzt und vielleicht dadurch ein besseres Auge für die Schläge hat. Dadurch kannst du dich korrigieren lassen und schlägst dir keine falschen Angewohnheiten ins Gedächtnis. Welche Fehler dir dabei unbewusst unterlaufen können, habe ich in einem eigenen Artikel über typische Fehler auf der Driving Range gesammelt.
Puttingtraining und kurzes Spiel
Da auf der Driving Range direkt kein Putting trainiert werden kann, gibt es oftmals eine Puttfläche neben der Driving Range. Dort kannst du deine Putts auf einem außergewöhnlich großen Grün üben. In diesem Grün sind meist mehrere Fahnen, welche nummeriert sind. Diese Fläche ist sowohl für das Putten als auch für das kurze Spiel gedacht. Oft findest du dort auch einen kleinen Bunker und Flächen zum Chippen, sodass du dein komplettes kurzes Spiel an einem Ort trainieren kannst. Pros üben hier oft mit ihren Schülern oder mit Gruppen von Schülern.
Welche Regeln und welche Etikette gelten auf der Driving Range?
Die wichtigsten Regeln auf der Driving Range sind folgende:
- Es darf nur mit Rangebällen geschlagen werden
- Die Rangebälle dürfen nicht auf dem normalen Platz genutzt werden
- Die Spieler dürfen nur bis zu einer bestimmten Linie hervortreten
- Geh niemals selbst auf das Feld, um einen zu kurz geschlagenen Ball zurückzuholen
- Ruf laut "Fore", wenn dein Ball in Richtung eines anderen Spielers fliegt
Die Linie beim Abschlag ist nur zur Sicherheit gedacht. Durch die hohe Anzahl an Golfbällen entsteht hier ein großes Risiko, von einem getroffen zu werden, wenn keine Linie vorhanden ist. Aus demselben Grund solltest du dich auch nicht zu laut unterhalten, damit sich andere Spieler in Ruhe auf ihre Schläge konzentrieren können.
Alle weiteren Regeln sind die ganz normalen Regeln der Golfetikette.
Oft gestellte Fragen zum Thema Driving Range:
Was bedeutet Driving Range?
Driving Range bedeutet so viel wie Schlag- oder Übungsfeld und bezeichnet den Bereich eines Golfclubs, auf dem Golfer unabhängig vom eigentlichen Platz ihren Schwung trainieren.
Wer darf auf die Driving Range?
Auf die Driving Range darf in den meisten Clubs jeder beim DGV gemeldete Golfer. Im Heimatclub ist die Range kostenfrei, wobei in Fremdclubs eine Range Fee fällig wird.
Was ist ein Range Ball?
Ein Rangeball ist ein Ball, welcher rein für den Gebrauch auf der Driving Range angedacht ist. Man bekommt Rangebälle an einem Ballautomaten an der Driving Range.
Was ist eine Rangefee?
Eine Rangefee ist die Nutzungsgebühr der Driving Range eines Fremdclubs. Diese ist für deinen Heimatclub schon in deinem Mitgliedsbeitrag enthalten.
Warum sind Rangebälle oft gelb?
Rangebälle sind meistens gelb oder anders markiert, damit der Platzwart sofort erkennt, wenn jemand mit ihnen auf dem eigentlichen Platz unterwegs ist. Das ist auf den meisten Plätzen nicht erlaubt.
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