Golfturnier Checkliste: Das vergessen viele Golfer

Alexander Weber··11 Min Lesezeit
Golfturnier Checkliste: Das vergessen viele Golfer

Hast du schon mal ein Turnier gespielt und konntest auf dem Platz einfach nicht das abliefern, was du gewohnt bist? Oder bist du vielleicht extrem nervös vor einem Turnier? In diesem Artikel gehe ich darauf ein, was Golfer vor einem Golfturnier am häufigsten vergessen, sodass du diese Golfturnier Checkliste als Vorbereitung für dein nächstes Turnier nutzen kannst.

Die Golftasche rechtzeitig und vollständig packen

Der wohl häufigste Fehler passiert schon, bevor du überhaupt auf dem Platz stehst: Das Golfbag wird erst am Morgen des Turniers gepackt. Dabei entsteht unnötiger Stress, den du dir sparen kannst, wenn du deine Tasche bereits am Vorabend vorbereitest.

Prüfe dabei, ob wirklich alle Schläger von Driver bis Putter dabei sind, und pack ein paar Bälle mehr ein, als du eigentlich denkst zu brauchen. Auf einem Turnier will niemand fünf Minuten im Rough nach einem verlorenen Ball suchen, aus diesem Grund lohnt sich eine ganze Packung Ersatzbälle. Auch Handschuhe, genug Tees und eine Pitchgabel gehören in jede vollständige Golftasche.

Wirf des Weiteren einen Blick auf die Wettervorhersage. Wenn Regen angesagt ist, gehören ein Regenschirm und wasserdichte Kleidung mit ins Bag, denn nasse Kleidung mitten im Turnier kannst du dir nicht mehr besorgen. Was sonst noch alles in deine Tasche gehört, habe ich dir in diesem Artikel einmal aufgelistet.

Ausreichend Essen und Trinken

Ein 18-Loch Spiel ist keine einfache Aufgabe für den Körper. Kilometer über Stunden laufen, sich stundenlang konzentrieren und all das vielleicht noch unter schlechten Verhältnissen wie Hitze oder Regen. Dazu kommt dann auch noch die Aufregung und der Druck durch die Turniersituation.

Durch diese Voraussetzungen ist es bedeutend, dass dein Körper gestärkt ist und über genug Ressourcen verfügt, um diesem Turnier standzuhalten. Dafür solltest du auf jeden Fall nicht hungrig und auf keinen Fall durstig in dein Turnier starten. Am besten fängst du sogar schon ein bis zwei Tage vorher an, ausreichend zu trinken, damit dein Flüssigkeitshaushalt zum Abschlag schon stimmt.

Mindestens eine Wasserflasche solltest du außerdem in deinem Bag haben, denn über die Distanz und die Zeit wirst du sie brauchen, um dich gut zu hydrieren. Auch den ein oder anderen Snack mitzunehmen ist keine schlechte Idee, doch hier solltest du darauf achten, dass es nicht zu viel Zucker enthält. Zucker steigert zwar erstmal die Konzentration, doch dies lässt schnell wieder nach und wir brauchen die Konzentration eher länger. Viele Golfer merken erst auf den letzten Löchern, dass sie in ein Unterzucker-Loch laufen und plötzlich Schläge verschenken, die ihnen sonst nicht passieren wären.

Genug Zeitpuffer einplanen

Ein weiterer Punkt, den viele Golfer vor einem Turnier unterschätzen, ist die Zeit. Wenn du erst fünf Minuten vor deiner Abschlagzeit auf dem Parkplatz ankommst, dann fehlt dir die Ruhe. Die du eigentlich für ein gutes Spiel brauchst.

Plane lieber eine halbe Stunde mehr ein, als du eigentlich denkst zu brauchen. So bleibt dir genug Zeit, um dich umzuziehen, deine Tasche zu checken und dich in Ruhe einzuspielen. Das nimmt schon vor dem ersten Abschlag eine ganze Menge Nervosität aus deinem Spiel.

Die Trainingsroutine verändern

Wenn man das Turnier im Kopf hat, sind viele Golfer erstmal aufgeregt. Sie suchen an ihrem Schwung, was man noch für das Turnier verbessern kann und verändern ihre Routine, um genau auf diese neuen gefundenen Probleme einzugehen.

Prinzipiell ist es nicht schlecht, Fehler zu suchen und am besten mit deinem lokalen Pro zu bearbeiten. Doch eine starke Veränderung deiner Routine vor einem Turnier kann deinen Körper verwirren und dazu führen. Dass du schlechtere Ergebnisse erzielst als du von dir gewohnt bist.

Versuche, wenn du neue Probleme angehen möchtest, dies kurz zu machen und nicht über die gesamte Vorbereitung. Dadurch kannst du ein bisschen das Gefühl dafür bekommen und es mit deiner regulären Routine kombinieren. Erfahrene Golfer wissen, dass Konstanz dich zu einem konstant guten Golfer macht und dazu gehört auch eine konstante Routine.

Zu viele Gedanken machen

Sowohl vor dem Turnier als auch während des Turniers werden viele Golfer merken, dass sie sich zu viele Gedanken über ihren Schwung machen. Hier gibt es zwei verschiedene Gedankengänge, die beide problematisch sind:

Negative Gedanken

Das Problem mit negativen Gedanken ist. Dass sie dich von deinem Schlag ablenken und genau das auslösen, woran du denkst. Wenn du vor und während deines Schlags nur daran denkst, dass du doch nicht einen Baum treffen sollst oder nicht in den Bunker schlagen möchtest, dann erhöhst du die Wahrscheinlichkeit. Dass dies passiert.

Unser Gehirn kann schlecht mit negativen Arbeiten und wird dann eher auf diese Dinge zielen, da sie der Fokus in unseren Gedanken sind. Dabei solltest du versuchen, nur an deinen Schlag zu denken und dir vorzustellen, wie sich dieser anfühlen und aussehen würde, wenn du ihn perfekt triffst. Dazu darfst du dir aber tatsächlich auch nicht zu viele Gedanken machen, was mich zu dem anderen Gedankengang bringt.

Zu viele Schwunggedanken

Wenn du auf dem Platz stehst, dann ist es eine fantastische Idee, dir deinen idealen Golfschwung vorzustellen. Dabei gehst du die Einzelheiten deines Schwungs durch – vom Schwung über die Körperhaltung bis zum Treffpunkt. Doch viele Golfer sind unentschlossen und überlegen sich 3 verschiedene Methoden, wie sie den Ball jetzt treffen vermögen.

Meist führt so ein Gedankengang zu einem schlechten Ergebnis, da der Golfer ab diesem Zeitpunkt nicht mehr hundertprozentig auf einen Schlag konzentriert ist und nun einen suboptimalen Schlag ausführt. Hier solltest du dir während deiner Trainingsroutine genau deine Schläge durch den Kopf gehen lassen, sodass du es nicht mehr während des Turniers machen musst.

Als Golfer weiß man auch oft nicht, warum man gut spielt, wenn man gerade gut spielt. Darum ist es bedeutend, genau darauf zu achten, was man macht, um das später zu replizieren. Diese Eindrücke solltest du am besten aufschreiben, damit du dich an alles erinnern kannst, da es sehr viele Eindrücke an jedem Tag auf dem Golfplatz gibt. Man kann sich einfach nicht alles merken.

Für diesen Fall habe ich "Dein Golf Journal" entwickelt. Hier kannst du alle deine Eindrücke vor und nach deinem Spieltag aufschreiben, damit du schneller und effektiver von deinen Spielen lernen kannst.



Neue Schläger zu einem Turnier mitbringen

Prinzipiell ist es so, dass neue Schläger besser performen als alte Schläger. Das kann daran liegen, dass die Grooves einfach noch neu sind und neue Golfschläger vom Hersteller besser optimiert wurden als in der Saison davor. Doch an einen neuen Schläger sollte man sich erstmal gewöhnen.

Wenn du einen neuen Schläger mitbringst, dann hast du einfach zu wenig Schläge mit diesem ausgeführt, um zu wissen, wie du diesen spielen musst. Dadurch sind deine Chancen mit einem neuen Schläger tatsächlich schlechter als wenn du deine alten Schläger benutzt.

Neue Schläger solltest du vor einem Turnier austesten und dich mit diesen einspielen. Nach einer gewissen Zeit, wenn du mit diesen konstant spielen kannst, kannst du sie auch zu einem Turnier mitnehmen. Du würdest auch nicht mit neuen Schuhen direkt 20 Kilometer am Stück laufen.

Was sind die wichtigsten Golfturniere

Dreckige Golfschläger vor einem Turnier

Jeder Schläger, den du auf dem Platz benutzt, wird dreckig. Das ist nun mal so und daran muss man sich gewöhnen. Doch woran man sich nicht gewöhnen sollte, ist mit dreckigen Schlägern ein Golfspiel anzufangen. Du solltest am besten nach jedem Spieltag alle deine Schläger einmal reinigen. Wenn du es an dem Spieltag nicht mehr schaffen solltest, dann auf jeden Fall vor deinem nächsten.

Es ist immer am einfachsten, den Dreck von deinen Schlägern zu reinigen, wenn er noch frisch ist. Die meisten Golfclubs haben dafür auch das nötige Equipment auf dem Platz. Wenn du dir für Zuhause auch noch solches Equipment kaufen möchtest, ist das auch ideal. Es kann immer mal sein. Dass man einen Termin nach dem Spieltag hat, der einen davor hindert, seine Schläger gründlich zu reinigen. Dazu gehören übrigens auch die Griffe.

Wenn du wissen möchtest, wie du deine Schläger komplett zuhause reinigst, dann schau dir diesen Artikel an: So reinigst du deine Golfschläger und Golfgriffe!

Das Einspielen vor der Runde nicht vergessen

Es ist als Golfer, wenn man konstant gut werden möchte, essenziell, eine Routine zu haben. Das bedeutet ein Warm-Up und Training. Dafür solltest du dir vor jeder Runde die Zeit nehmen, um auf die Driving Range zu gehen. Beim Warm-Up geht es darum, sich zu dehnen und ein Gefühl für die Schläger zu bekommen.

Vergiss dabei auch das Putting Grün nicht. Zehn Minuten mit ein paar längeren Putts reichen schon aus, um ein Gefühl für die Geschwindigkeit des Tages zu bekommen, denn die kann sich von Platz zu Platz und sogar von Tag zu Tag deutlich unterscheiden.

Beim Training geht es darum, Schläge gezielt auszuführen, damit man diese auch bewerten kann. Perfekt wäre es, wenn du dir dafür jedes Mal eine Stunde Zeit nehmen würdest. Es ist mir zwar auch bewusst, dass die meisten diese Zeit nicht haben. Es ist hierbei bedeutend. Dass das Training konstant bleibt. Sei aus diesem Grund ehrlich mit dir und wähle eine Zeit, zu der du jedes Mal vor einem Spiel Zeit hast. Egal ob es dann 10 Minuten oder 60 Minuten sind, es macht mehr Sinn, immer die gleiche Zeit zu haben, als einen Intervall dabei zu haben.

Achte bei deinem Training genau darauf, wie gut du mit deinen Schlägern schlägst, und notiere dir Dinge, die dir auffallen. Dafür kannst du zum Beispiel auch "Dein Golf Journal" benutzen.

Die Scorekarte am Ende nicht vergessen

Ein Fehler. Der wirklich teuer werden kann, passiert oft erst ganz am Ende deiner Runde: die Scorekarte. Nach dem letzten Loch müsst du und dein Marker aus deinem Flight eure Scorekarten gegenseitig kontrollieren und unterschreiben, bevor ihr sie im Turniersekretariat abgebt.

Ein falsch eingetragenes Loch oder eine fehlende Unterschrift reicht schon aus, um disqualifiziert zu werden, auch wenn du eigentlich gut gespielt hast. Nimm dir also nach der Runde die Zeit und geh jedes Loch noch einmal in Ruhe durch, statt schon gedanklich beim kühlen Getränk auf der Terrasse zu sein.

Golf-Etikette auf dem Platz nicht vergessen

Neben deinem eigenen Spiel spielt bei einem Turnier auch die Etikette eine große Rolle. Leg ausgeschlagene Divots zurück, bessere Pitchmarken auf dem Grün aus und harke den Bunker, wenn du ihn benutzt hast. Das sind Kleinigkeiten, die aber gerade in einem Flight mit fremden Mitspielern auffallen.

Welche Regeln der Etikette am häufigsten vergessen werden, habe ich dir in einem eigenen Artikel genauer aufgeschrieben.

Was ist ein Rabbit Turnier?

Rabbit-Turniere sind Golfturniere, die bis zu einem Handicap von 37 gespielt werden. Dabei sind eher Anfängerturniere gemeint, welche diesen Spitznamen innehaben, da hier die ersten Turniere für Golfanfänger auch mit inbegriffen sind.

Wie bereite ich mich auf ein Golfturnier vor?

Wie bereitest du dich also für ein Golfturnier vor, wenn du jetzt weißt, was du vermeiden solltest? Ich versuche es in Stichpunkten zusammenzufassen.

  • Das Golfbag schon am Vorabend packen

– Die richtige Kleidung für das Wetter vorbereiten – Schläger reinigen

  • Reichlich Essen und Trinken

– Essen und Trinken mitnehmen

  • Genug Zeitpuffer vor der Abschlagzeit einplanen

– Trainingsroutine ausführen – Positive Gedanken machen

  • Scorekarte am Ende kontrollieren und unterschreiben
  • Etikette beachten

– Spaß haben

Wenn du diese Liste abarbeitest, dann solltest du auf jeden Fall Spaß bei deinem nächsten Turnier haben.

Fazit

Lass dich von einem Turnier nicht zu sehr stressen und versuche dir eine Liste von allen Dingen zu machen. Die dir einfallen, wenn es um die Vorbereitung geht. Sei dabei zwar nicht zu übereifrig und verändere gleich alles an deinem Schwung oder an deinen Schlägern. Bleib ruhig und versuche einfach konstant dein Golfspiel so weiterzuführen, wie du es sonst auch machst. Das wird dir auf jeden Fall einen Vorteil gegenüber den Golfspielern geben. Die nervös und aufgeregt sind.

Wenn du generell noch mehr über eine gute Vorbereitung auf dem Platz wissen möchtest, dann schau dir auch die größten Fehler bei der Golf Vorbereitung an.

Wenn du dich für dieses Thema interessiert hast, dann könnte dich auch mein Newsletter interessieren:

*Alle Produkt-Links sind Affiliate-Links. Das heißt, von dem Kauf des Produkts bekomme ich einen kleinen Teil ab, der sonst an den Anbieter gegangen wäre. Ich habe nichts mit den Produzenten der Produkte zu tun.

Affiliate-Links: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn du ueber diese Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Der Preis fuer dich aendert sich dadurch nicht. Ich empfehle nur Produkte und Dienste, die ich selbst nutze oder fuer vertrauenswuerdig halte. Weitere Infos in der Datenschutzerklaerung.
Alexander Weber
Geschrieben von

Alexander Weber

Golfer aus Leidenschaft und Autor von Golfforscher. Schreibt über Schwung, kurzes Spiel, Ausrüstung und Regeln - einfach und verständlich, ohne Fachchinesisch.

Kommentare (0)

Max 1000 Zeichen. Keine HTML-Tags.

Lade Kommentare...