Als Golfer fragt man sich oft, was wohl die beste Ansprechposition ist. Und das völlig zurecht, denn die Ansprechposition ist ein sehr wichtiger Bestandteil deines Golfspiels. Wenn diese Position nicht passt, wirst du zwangsläufig Probleme mit deinen Schwüngen und deinen Schlägen haben.
Was ist die Ansprechposition im Golf? Die Ansprechposition (auf Englisch: Setup) ist die Körperhaltung, die du vor jedem Golfschlag einnimmst. Sie beinhaltet Standbreite, Ballposition, Kniebeugung, Körperneigung, Schaftposition, Griff und die Ausrichtung zur Ziellinie. Eine korrekte und vor allem wiederholbare Ansprechposition ist die Grundlage für präzise Golfschläge.
Du solltest auf jeden Fall mit deinem lokalen Pro sprechen, um die Einstellung deiner Ansprechposition zu optimieren. Dieser kann deine Körperhaltung und Maße beurteilen und dich auf den richtigen Weg bringen. Dabei ist es wirklich essenziell zu beachten, dass die Ansprechposition für jeden individuell ist, da jeder Körper ebenfalls individuell ist.
Was gehört zu der Ansprechposition?
Die Ansprechposition ist in unterschiedliche wichtige Aspekte unterteilt, die alle von Bedeutung sind, um einen optimalen Golfschwung auszuführen. Diese sind wie folgt:
- Standbreite
- Handposition
– Ballposition – Kniebeugung
- Gewichtsverteilung
– Achselposition
- Haltung
– Griff
Alle diese Punkte erforderlich bei deiner Ansprechposition korrekt sein und empfehlenswert in deine Routine einfließen, damit du konstant präzise Golfschläge ausführst. Kontinuität ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Dinge im Golfsport.
Etwa kann eine Änderung eines Faktors wie der Ballposition dazu führen, dass sich auch alle anderen Aspekte verändern. Wenn andere Aspekte wie die Achselposition nicht korrekt sind, kann dein Bewegungsablauf erheblich erschwert oder sogar unmöglich werden. Typische Fehler sind hier das Entstehen eines Hohlkreuzes oder eine falsche Gewichtsverteilung. Wenn deine Ansprechposition zwar korrekt ist, wirst du weniger Probleme in deinem Golfspiel haben.
Der Stand beim Setup
Beim Golf hört man einiges, was nicht unbedingt wahr ist. Gerade bei Dingen wie der Standbreite ist das der Fall. Wenn deine Füße sehr nah beieinander stehen, kann das deinen Körper kleiner erscheinen lassen. Viele Golfer kompensieren dies, indem sie sich stärker nach vorne beugen, was wiederum ihre Rotationsfähigkeit beeinträchtigen kann.
Ein schulterbreiter Stand mit gleichmäßiger Gewichtsverteilung auf beiden Füßen ist ein guter Ausgangspunkt. Dazu kommt eine leichte Kniebeugung. Die dir die nötige Flexibilität und Balance für den Schwung gibt. Stehe nicht steif durch, sondern lass die Knie minimal nachgeben, als würdest du dich auf etwas setzen wollen. Das noch nicht da ist. Diese Position gibt deinem Körper Stabilität, ohne ihn einzusperren.
Die Gewichtsverlagerung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Du kannst entweder deine Füße geradeaus ausrichten oder leicht nach außen winkeln. Ein Winkel von bis zu 45 Grad wird empfohlen, um deine Hüftrotation zu unterstützen. Vor allem bei älteren Golfspielern sollte darauf geachtet werden. Deine Fußstellung sollte von deiner Mobilität abhängen: Je beweglicher du bist, desto gerader imstande sein deine Füße beim Ansprechen sein.
Jedoch solltest du deinem Ausrichtungsstab nur vertrauen, wenn er an deinen Fersen und nicht an deinen Fußspitzen ausgerichtet ist, da dies eine andere Richtung anzeigen würde. Aus diesem Grund sollte der Ausrichtungsstab immer an deinen Fersen positioniert werden, da dies die korrekte Methode ist.
Neben der Fußstellung zählt auch die Ausrichtung deines gesamten Körpers zur Ziellinie. Füße, Hüfte und Schultern raten parallel zu deinem Ziel stehen, während die Schlagfläche direkt darauf zeigt, die sogenannte Square-Ausrichtung. Wie du dir diese Linie am Platz und beim Training Schritt für Schritt einprägst, erfährst du in meinem Artikel zum richtigen Ausrichten.
Einen passenden Ausrichtungsstab bekommst du zum Beispiel hier: Ausrichtungsstäbe bei GolfHouse ansehen*
Die Ballposition bei der Ansprechposition
Als Nächstes empfehlenswert wir uns die Ballposition während der Ansprechposition vornehmen. Diese ist ebenfalls äußerst essenziell für den Schwung, und viele Golfspieler machen hier Fehler, weil es sich für sie anders besser anfühlt.
Der Ball sollte immer in einer ziemlich mittigen Position liegen, wenn du ihn schlägst. Dabei wandert der Ball immer weiter zu deinem vorderen Bein (links bei Rechtshändern), je länger der Schläger ist. Das bedeutet, die kurzen Eisen und Wedges raten sehr mittig positioniert sein, und bei längeren Schlägern wie dem Driver wird die Position immer weiter nach vorne verschoben.
Eine falsche Ballposition führt zu einem ungünstigen Treffmoment und damit zu unerwünschten Ergebnissen. Stelle dir vor, an welchem Punkt in deinem Schwung der Ball getroffen werden sollte, und platziere den Ball dort. Wenn du für jeden einzelnen Schläger die exakte Position mit Bildern nachschlagen willst, findest du das in meinem Artikel zur Ballposition.

Handposition & Griff
Es gibt unterschiedliche Griffarten, die grundsätzlich alle korrekt sind. Dabei sollte man einfach schauen. Welche Griffart am besten zu einem passt. Oft hängt das von deiner persönlichen Spielweise ab. Diverse Griffarten und welche für dich passend ist, erfährst du hier: Wie hältst du deinen Golfschläger richtig?
Dabei ist es bedeutend, dass der Griff nicht zu fest ist. Wenn dein Griff zu fest ist, führt dies automatisch zu Spannungen in deinem Körper. Die deinen Schwung beeinträchtigen vermögen. Aus diesem Grund solltest du auf einer Skala von 1 bis 10 niemals deinen Schläger mit einer Bewertung von 10 halten. Hierbei sollte deine Griffstärke etwa bei einer Bewertung von 8 liegen.
Wenn es um die Handposition geht, sollte dein linker Arm und dein Schläger in einer Linie zueinander stehen. Theoretisch kann man hier variieren, aber am häufigsten wird der linke Arm in einer Linie sein. Das liegt daran, dass dies dir macht möglich, deinen Arm fast hängen zu lassen und nicht zu viel Druck auf ihn auszuüben, was zu Spannungen im Körper führen kann. Dein Schläger sollte dabei etwa eine Faust bis eine gespreizte Handlänge von deinem Oberschenkel entfernt sein.
Ein einfacher Check hilft dir zusätzlich, deinen Griff zu beurteilen: Schau in der Ansprechposition auf deine linke Hand (bei Rechtshändern) und zähle, wie viele Knöchel du siehst. Zwei sichtbare Knöchel gelten als neutral, drei oder mehr als stark, null bis eins als schwach. Ein zu schwacher Griff ist häufig eine Ursache für einen Slice, während ein etwas stärkerer Griff diesen oft von selbst behebt.

Haltung
Deine Körperhaltung ist entscheidend für die korrekte Ansprechposition. Am Anfang solltest du einen schulterbreiten Stand einnehmen und mit deinem Golfgriff gerade stehen. Dann gehe etwa eine Faustlänge mit deinem Gesäß nach hinten und richte deinen Blick nach unten auf den Ball. Wenn du dich zu weit nach hinten lehnst oder zu aufrecht stehst, wirst du Schwierigkeiten in deinem Schwung haben.
Deine Achsen empfehlenswert direkt über deinen Fußspitzen liegen. Beuge deinen Rücken nach unten, um die richtige Position zu erreichen, ohne deine Hüften weiter zu verschieben. Andernfalls wird die Gewichtsverteilung problematisch, und du könntest nach vorne fallen.
Während des Rückschwungs bleibt dein Kopf zentral und auf den Ball gerichtet. Der Schwung erfolgt allein durch die Rotation deiner Hüfte und deiner Schultern.
Nun geht es um die Neigung deines Körpers zur Seite. Dies hängt in der Regel mit dem Loft deines verwendeten Golfschlägers zusammen. Mit der Neigung kannst du den Loft entweder erhöhen oder verringern. Eine Erhöhung des Lofts führt zu einem höheren Ballflug, während eine Verringerung zu einem niedrigeren Ballflug führt.
Die Neigung findet in den Schultern statt. Das bedeutet, dass du eine Schulter leicht fallen lässt und deinen Kopf entsprechend anpasst, um die gewünschte Neigung zu erreichen. Bei längeren Schlägern möchtest du tendenziell etwas Loft hinzufügen, während du dies bei kürzeren Schlägern eher nicht tun solltest. Die Neigung führt automatisch zu einer Gewichtsverlagerung in Richtung der geneigten Seite.
Es kann tatsächlich herausfordernd sein, all diese Details im Kopf zu behalten. Genau deshalb lohnt es sich, dir während des Trainings und auf dem Platz schriftliche Notizen zu machen. Viele Golfer unterschätzen, wie viel schneller man Fortschritte macht, wenn man seine Beobachtungen festhält. Dazu habe ich „Dein Golf Journal" erstellt:
Die Ansprechposition mit dem Driver
Der Driver ist der Schläger. Der die meisten Sonderregeln beim Setup mitbringt. Wenn du verstehst, warum das so ist, wird es viel einfacher, die richtige Ansprechposition mit dem Driver zu finden.
Da der Ball beim Driver auf einem Tee steht und du ihn in einer leichten Aufwärtsbewegung treffen möchtest, verändert sich dein gesamtes Setup im Vergleich zu den Eisen. Der Ball wandert weit nach vorne, also in die Nähe der Innenseite deines linken Fußes (bei Rechtshändern). Der Stand darf dabei etwas breiter sein als schulterbreit, weil du mehr Stabilität für den langen Schwung brauchst.
Die Schultern sind in der Ansprechposition beim Driver nicht parallel zum Boden, sondern die rechte Schulter hängt leicht tiefer als die linke. Das ist kein Fehler, sondern gewollt: Durch diese seitliche Neigung bleibt dein Kopf hinter dem Ball, was die Aufwärtsbewegung im Treffmoment unterstützt. Wenn dein Kopf vor dem Ball ist, wirst du mit dem Driver kaum gute Ergebnisse erzielen.
Ein weiterer wichtiger Punkt beim Driver-Setup ist der Abstand zur Schlagfläche. Da der Driver der längste Schläger im Bag ist, stehst du natürlich weiter vom Ball entfernt. Lass deine Arme dabei entspannt hängen, ohne dich zu weit vorzubeugen. Viele Golfer machen den Fehler, beim Driver zu viel Spannung aufzubauen, weil sie Weite wollen. Das Gegenteil hilft mehr.
Wenn dich die Feinheiten des Driver-Schwungs interessieren, schau dir auch an, wie sich Driver- und Eisenschwung grundsätzlich unterscheiden.
Die Ansprechposition mit dem Eisen
Bei den Eisen sieht das Setup etwas anders aus als beim Driver, obwohl die Grundprinzipien dieselben bleiben. Der wichtigste Unterschied ist die Ballposition: Mit kurzen Eisen liegt der Ball deutlich zentraler, also fast in der Mitte deines Stands. Mit langen Eisen wandert er ein wenig nach vorne, bleibt aber immer noch deutlich weiter hinten als beim Driver.
Der Stand beim Eisen ist schulterbreit oder sogar minimal enger, je kürzer der Schläger ist. Das gibt dir gute Kontrolle, ohne dabei Beweglichkeit zu opfern. Die Kniebeugung ist beim Eisen vor allem wesentlich: Du brauchst genug Flexibilität, um den Ball von oben zu treffen, also in einer Abwärtsbewegung, die nach dem Treffpunkt ihren tiefsten Punkt erreicht.
Deine Körperhaltung beim Eisen ist im Vergleich zum Driver etwas aufrechter, weil der Schaft kürzer ist und du näher am Ball stehst. Pass auf. Dass du nicht zu aufrecht stehst und zu wenig Vorneigung hast, denn das führt häufig zu Tops oder zu flachen Treffern.
Ein guter Gedanke beim Eisen ist es, sich vorzustellen, einen Divot hinter und unter dem Ball zu machen, also den Rasen erst nach dem Ball zu treffen. Das zeigt dir, wo dein Treffmoment sein sollte. Wer mit langen Eisen Probleme hat, findet hier weitere Tipps: Wie du jeden Golfball mit deinen langen Eisen triffst.
Was ist die richtige Ansprechposition im Golf?
Die richtige Ansprechposition im Golf ist von entscheidender Bedeutung für einen erfolgreichen Golfschlag. Sie sollte wie folgt sein: Die Füße stehen etwa schulterbreit auseinander, der Körper ist leicht nach vorne geneigt, wobei die Arme ein Dreieck mit dem Oberkörper bilden. Der Schlägerschaft sollte in der Mitte und zum linken Fuß ausgerichtet sein. Der Kopf sollte in der richtigen Ansprechposition auf den Golfball gerichtet sein, während der Körper im 90-Grad-Winkel zum Ziel steht.
Es ist dabei elementar essenziell, darauf zu achten. Dass dein Hinterteil nicht zu weit nach hinten oder dein Oberkörper nicht zu weit nach vorne geneigt ist. Lass deine Arme entspannt herabhängen, um Verspannungen zu vermeiden.

Wie sollte das Gewicht für einen korrekten Golfschlag verteilt werden?
Um den Golfball korrekt zu treffen, sollte das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße verteilt sein. Während des Rückschwungs kann das Gewicht mehr auf den rechten Fuß verlagert werden, während es sich während des Durchschwungs stärker auf die linke Seite verlagert. Dies dient dazu, eine stabile Drehachse zu schaffen und dem Ball die gewünschte Flugkurve zu verleihen.
Wenn du den Schwung eines erfahrenen Golfers beobachtest, wirst du feststellen, dass du am Ende des Schwungs die Fußsohle sehen kannst. Das kann nur geschehen, wenn das Gewicht hauptsächlich auf dem vorderen Bein liegt und nicht zu stark auf dem hinteren.
Wie bedeutend ist die Standbreite im Golf?
Die Standbreite ist von absoluter Bedeutung für einen erfolgreichen Golfschlag. Mit etwa schulterbreit auseinander stehenden Füßen schaffst du eine stabile Basis für deinen Schwung. Ein zu enger Stand kann zu Ungleichgewicht führen, während ein zu breiter Stand deine Beweglichkeit einschränken kann.
Selbst wenn dein Schwung perfekt ist, wird eine falsche Standbreite und die übrige Ansprechposition deinen Ball nicht dorthin befördern, wo du ihn haben möchtest.
Wie sollte der Schaft positioniert sein?
Die Schaftneigung ist ein Aspekt der Ansprechposition, dem viele Golfer zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Dabei macht sie einen spürbaren Unterschied im Schlagbild.
Der Schlägerkopf sollte in einer Linie mit dem Ziel ausgerichtet sein. Das bedeutet, der Schlägerkopf sollte sich in der Nähe des linken Fußes befinden, wobei der Schlägerschaft leicht zum Körper hin geneigt ist. Diese neutrale bis leicht nach vorne geneigte Schaftneigung (auch Forward Shaft Lean genannt) stellt sicher, dass der Ball auf dem gewünschten Kurs fliegt.
Bei den Eisen ist ein minimaler Forward Shaft Lean empfehlenswert. Das bedeutet, deine Hände liegen leicht vor dem Schlägerkopf, nicht dahinter. Das hilft dir, den Ball von oben zu komprimieren und mehr Kontrolle über den Schlag zu bekommen. Beim Driver ist das zwar anders: Hier willst du keine übermäßige Schaftneigung nach vorne, weil du den Ball aufwärts treffen möchtest.
Diese Position ergibt sich oft automatisch aus deiner Ansprechposition. Wenn deine Arme entspannt herabhängen und du dich nicht zu weit nach hinten beugst, wird sich der Schlägerkopf automatisch in die richtige Position begeben.
Welche Rolle spielt der Oberkörper im Golfschwung?
Ein korrekter Oberkörper im Golfschwung ist von entscheidender Bedeutung. Er sollte leicht nach vorne geneigt sein, um einen effektiven Rückschwung und Durchschwung zu ermöglichen. Der Winkel deines Oberkörpers zur Schwungebene ist dabei vor allem erheblich.
Der Oberkörper bleibt während des gesamten Golfschwungs eine stabile Einheit. Hüfte und Schultern rotieren um ihn herum. Dies erlaubt konstante Ergebnisse und führt langfristig zu einer besseren Leistung. Wenn du deinen Oberkörper nicht in der richtigen Position hältst, wirst du inkonsistent schlagen, da dadurch zusätzliche Unsicherheitsfaktoren in deinen Schwung eingebaut werden.
Was bedeutet der Begriff „Kopf in der Ansprechposition"?
Der Begriff „Kopf in der Ansprechposition" bezieht sich auf die Ausrichtung des Kopfes während des Golfschwungs. Der Kopf bleibt auf den Golfball gerichtet, während sich der Schwung entwickelt, um den Ball im richtigen Moment zu treffen. Erst nach dem Treffen des Balls kann der Blick dem Ball folgen.
Hierbei treten tatsächlich häufig Fehler auf. Viele Golfer schauen bereits vor dem Schlag in die Ferne, um keinen Augenblick des Ballflugs zu verpassen. Dabei verlieren sie nichtsdestotrotz den Fokus auf den Ball und treffen ihn möglicherweise nicht optimal oder imstande sein die Flugbahn nicht korrekt verfolgen.
Wie erreicht man eine korrekte Schwungbahn?
Die Schwungbahn im Golf beschreibt den Weg, den der Schlägerkopf vom Beginn des Rückschwungs bis zum Durchschwung nimmt. Um die richtige Schwungbahn zu erreichen, raten die Arme und der Schläger ein Dreieck bilden, und der Schläger sollte im 90-Grad-Winkel zum Ziel stehen.
Die Position des Balls bestimmt den optimalen Treffpunkt in der Schwungbahn, damit der Ball geradlinig fliegt. Eine falsche Ballposition führt zu einem ungünstigen Treffmoment und somit zu unerwünschten Ergebnissen.
Die Ansprechroutine: So gehst du systematisch vor
Viele Golfer verbringen viel Zeit damit, ihren Schwung zu verfeinern, aber wenig Zeit damit, ihre Ansprechroutine zu entwickeln. Dabei ist eine wiederholbare Routine das, was Profis von Amateuren auf diesem Punkt am meisten unterscheidet.
Eine einfache Ansprechroutine könnte so aussehen:
- Stelle dich hinter den Ball und wähle dein Ziel. Suche dir einen Punkt auf der Ziellinie. Der nah am Ball liegt, wie einen Grashalm oder eine kleine Bodenstelle. Das ist einfacher anzusteuern als eine Flagge in 150 Metern Entfernung.
- Tritt seitlich an den Ball heran und richte zuerst die Schlagfläche auf dein Ziel aus. Die Schlagfläche bestimmt die Richtung, nicht deine Füße.
- Bringe dann erst deine Füße in Position, also schulterbreit, mit der richtigen Ballposition für den jeweiligen Schläger.
- Mache einen kurzen Körpercheck: Knie leicht gebeugt, Gewicht gleichmäßig verteilt, Arme entspannt, Rücken gerade mit Vorneigung aus der Hüfte.
- Dann schlägst du. Nicht noch einmal alles neu durchdenken.
Die Routine soll dir helfen, bei jedem Schlag dieselben Voraussetzungen zu schaffen. Wenn du deine Routine einmal entwickelt hast, wirst du merken. Dass sich deine Ergebnisse viel konsistenter anfühlen, weil die Fehlerquelle vor dem Schwung wegfällt.
Um deine Routine zu trainieren und zu verfeinern, helfen Ausrichtungssets mit mehreren Stäben enorm. Ein Beispiel dafür: Ausrichtungsset bei GolfHouse ansehen*
Wenn du deine Routine und deine Fortschritte festhalten möchtest, lohnt sich ein guter Begleiter auf dem Platz. Ich habe genau dafür „Dein Golf Journal" entwickelt, das dir hilft, Schläge, Erkenntnisse und Ziele strukturiert festzuhalten:
Häufige Fehler bei der Ansprechposition
Selbst erfahrene Golfer schleichen sich manchmal falsche Gewohnheiten in das Setup ein, ohne es zu merken. Hier sind die häufigsten Fehler bei der Ansprechposition, die du kennen solltest:
1. Zu aufrechter Stand ohne Hüftneigung Viele Golfer stehen zu gerade, ohne genug Vorneigung aus der Hüfte. Das Ergebnis ist, dass der Schwung zu flach wird und der Ball häufig getoppt wird. Die richtige Hüftneigung lässt dich den Schläger auf einer guten Ebene schwingen.
2. Ball zu weit hinten oder zu weit vorne Liegt der Ball zu weit hinten, triffst du ihn mit einer zu steilen Schwungbahn und erzeugst unerwünschten Slice oder Push. Liegt er zu weit vorne, triffst du ihn auf einer Aufwärtsbewegung, die nicht für Eisen gedacht ist. Beide Fehler lassen sich leicht beheben, wenn du weißt. Welcher Schläger welche Ballposition braucht.
3. Füße nicht zur Ziellinie ausgerichtet Das ist einer der häufigsten Fehler überhaupt. Wenn deine Füße nicht parallel zur Ziellinie stehen, fliegt der Ball schon deshalb in die falsche Richtung, bevor der Schwung überhaupt eine Chance hat. Hier hilft ein Ausrichtungsstab enorm.
4. Griff zu fest Ein zu fester Griff verspannt Unterarme, Schultern und Rücken. Dadurch verlierst du Schwunggeschwindigkeit und Gefühl. Halte den Schläger so fest. Dass er nicht verrutscht, aber nicht fester.
5. Kopf hebt sich vor dem Treffmoment Viele Golfer schauen schon vor dem Aufprall auf den Flug des Balls. Dadurch verändert sich die Körperhaltung im entscheidenden Moment und der Schlag wird schlechter. Lass den Kopf so lange unten, bis du den Ball wirklich getroffen hast.
6. Schwacher oder zu starker Griff Wie viele Knöchel deiner linken Hand du in der Ansprechposition siehst, entscheidet mit über die Ballflugrichtung. Ein zu schwacher Griff, also null bis ein sichtbarer Knöchel, begünstigt einen Slice. Ein zu starker Griff, drei oder mehr sichtbare Knöchel, begünstigt eher einen Hook. Mit dem Knöchel-Check aus dem Abschnitt zur Handposition lässt sich das schnell überprüfen und anpassen.
Wer diese Fehler kennt und vermeiden möchte, dem empfehle ich zudem einen Blick auf die häufigsten Fehler im Golfschwung für Anfänger, denn viele dieser Probleme hängen direkt miteinander zusammen.
Was ist der Effekt der Gewichtsverlagerung beim Golfschlag?
Die Gewichtsverlagerung ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Golfschwungs. Im Rückschwung wird das Gewicht auf den hinteren Fuß verlagert, im Durchschwung auf den vorderen Fuß. Diese Bewegung hilft, den Schlägerkopf zur richtigen Zeit in die korrekte Position zu bringen und den Ball optimal zu treffen.
Wenn du dies vernachlässigst, wirst du Probleme während deines Schwungs bekommen und versuchen, diese auszugleichen. Selbst wenn du dies unbewusst machst, wird es deinen Schwung beeinflussen und zu unerwünschten Ergebnissen führen.
Wie kann der Golfball in die richtige Richtung fliegen?
Bei der korrekten Ansprechposition im Golf sollte der Oberkörper leicht zum Ziel geneigt sein, die Füße raten schulterbreit und parallel zur Ziellinie ausgerichtet sein. Die Ausrichtung des Schlägers und die Position des Balls im Verhältnis zu den Füßen bestimmen die Flugrichtung.
Die genaue Ausrichtung der Füße und die Ballposition vermögen je nach Golfer variieren. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren führt zu einem Golfball, der genau in die gewünschte Richtung fliegt.
Wie positioniert man den Schlägerkopf für einen korrekten Golfschlag?
Der Schlägerkopf sollte in der Ansprechposition hinter dem Ball platziert werden. Die Schlagfläche sollte in Richtung des Ziels aufzeigen, damit der Ball bei einem korrekten Schwung sofort die gewünschte Flugbahn einnimmt.
Die Position des Schlägerkopfes ändert sich während des Schwungs, und du solltest darauf achten, deinen Schwung so auszuführen, dass du konstant an derselben Stelle in der Schwungbahn und mit der Schlagfläche den Ball triffst. Die Ballposition spielt hierbei eine entscheidende Rolle.
Fazit
Die Ansprechposition bildet die Grundlage für jeden erfolgreichen Golfschlag. Bestimmte Faktoren wie Ballposition, Schaftneigung oder Körperneigung imstande sein je nach Schlag oder Schläger variieren, aber die Grundprinzipien des Setups sind ziemlich einheitlich.
Ich möchte betonen, wie bedeutend es ist, mit einem professionellen Golflehrer über deine Ansprechposition zu sprechen, da es schwierig sein kann, sich selbst zu beurteilen und Fehler zu korrigieren. Oftmals überschätzen wir unser eigenes Vermögen, und deshalb ist die Anleitung eines Profis von unschätzbarem Wert. Wer die eigene Ansprechroutine und die Erkenntnisse daraus festhalten möchte, dem hilft ein strukturiertes Journal dabei, nachhaltig und schneller besser zu werden.
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