Wie du deine langen Eisen, Hybride und Fairway Hölzer perfekt triffst!

Alexander Weber··10 Min Lesezeit
Wie du deine langen Eisen, Hybride und Fairway Hölzer perfekt triffst!

Viele Golfer verzweifeln vor allem an den längeren Schlägern. Vielleicht nutzt du oft den Driver und hast keine Schwierigkeiten, solange du vom Tee spielst. Aber sobald du einen langen Schläger vom Boden spielen sollst, wird es knifflig.

Vor allem die langen Eisen, Hybride und Fairwayhölzer sind gemeint. Hier geht man ähnlich vor wie bei verschiedenen Teilen des Golfschlages, nur mit ein paar eigenen Regeln für Ballposition, Stand und Schwungtiefpunkt. Ich zeige dir heute die Grundlagen für alle drei Schlägertypen, dazu die Fehler, die du vermeiden solltest, und Hilfsmittel, mit denen du deinen Fortschritt kontrollierst. So geht es dir das nächste Mal auf dem Platz spürbar leichter von der Hand.

Der Abschlag mit langen Eisen, Hybriden oder Fairway Hölzern

Nicht nur der Driver eignet sich für den Abschlag, sondern auch andere Schläger. Zwar haben diese nicht das Privileg, aufgeteet zu werden. Ein guter Abschlag erfordert die richtige Ballposition, Geschwindigkeit und den optimalen Abschlagwinkel. Der Winkel kann im Vergleich zum Driver nur anders sein, da der Ball auf dem Boden liegt.

Eine einfache Faustregel hilft dir zusätzlich bei deinem Stand: Je länger der Schläger, desto breiter sollte der Abstand zwischen deinen Füßen sein. Das gibt dir mehr Stabilität im Schwung und erlaubt dir gleichzeitig, mehr Kraft zu erzeugen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.

Viele Golfer vernachlässigen ihre langen Schläger. Entweder haben sie diese gar nicht erst gekauft oder berichten, dass sie mit ihren Eisen 5, 6 und 7 keinen Unterschied in der Distanz feststellen. Die Anforderungen an die langen Schläger unterscheiden sich auch von mittleren oder kurzen Eisen. Zum Beispiel variiert die Ballposition bei jeder Schlägerlänge. Eine Faustregel besagt, je länger der Schläger, desto weiter vorne steht der Ball am Fuß. Das bedeutet: Der Driver erfordert das Maximum, gefolgt von den Fairway Woods, dann den langen Eisen und Hybriden.

Auch die Geschwindigkeit ist essenziell, um den optimalen Abschlagswinkel zu erreichen. Dies sind einige Grundlagen, die du für solide und konstante Abschläge benötigst.

Wie du jeden Golfball mit deinen langen Eisen triffst

Die Schlägerkopfgeschwindigkeit erhöhen

Wie bereits erwähnt, ist die Geschwindigkeit deines Schlägerkopfes äußerst essenziell für deine Schläge mit den langen Schlägern. Dabei ist es entscheidend, einen 90-Grad-Winkel zwischen deinen Handgelenken und deinem Unterarm zu haben und mindestens eine 90-Grad-Schulterrotation auszuführen. Das bildet sozusagen deine Kraftquelle, damit du den Schlägerkopf schneller bewegen kannst. Wenn du zusätzlich gezielt an deiner Beweglichkeit und Kraft arbeitest, fällt dir diese Rotation mit der Zeit leichter.

Es ist ratsam, die Bewegung in verschiedenen Stufen aufzubauen und dann in einer flüssigen Bewegung auszuführen, um die maximale Kraftübertragung zu erreichen. Viele Spieler haben hier Probleme, da sie im Rückschwung zu hastig sind und kein flüssiges Ergebnis erzeugen imstande sein.

Genauso bedeutend wie die reine Geschwindigkeit ist die Ausrichtung deiner Schlagfläche im Treffmoment. Schon eine kleine Abweichung wirkt sich bei den langen Schlägern überproportional auf die Flugbahn aus, weil der Ball länger unterwegs ist als bei einem kurzen Eisen. Es lohnt sich also, deine Ausrichtung regelmäßig zu überprüfen, bevor du dich rein auf die Geschwindigkeit konzentrierst.

Vor allem Hybridschläger werden empfohlen, wenn du Schwierigkeiten mit deiner Schlägerkopfgeschwindigkeit hast. Ein guter Schlag mit einem Hybrid kann das gleiche Ergebnis erzielen wie ein langes Eisen. Der Vorteil hierbei ist. Dass der Hybrid dir mehr Kontrolle gibt und allgemein ein fehlerverzeihenderer Schläger ist. Wenn du diese Prinzipien zur Erhöhung der Schlägerkopfgeschwindigkeit verstehst und richtig anwendest, kannst du deine Abschläge mit den langen Eisen, Hybriden und Fairwayhölzern deutlich verbessern.

Den Tiefpunkt deines Schwungs finden

Ein einfacher Trick hilft vielen Golfern: Male dir eine gedachte Linie direkt hinter dem Ball auf den Boden und versuche, genau diese statt des Balls zu treffen. Bei langen Schlägern sollte diese Linie nicht zu weit vor dem Ball liegen, denn du hast wenig Loft zur Verfügung und willst den Ball nicht noch tiefer treffen, als er ohnehin schon liegt. Eine ausführliche Übung zur Tiefpunkt-Visualisierung findest du in meinem Artikel zum Thema Golfschläger gut treffen.

Wann sollte man einen Hybriden benutzen?

Ein Hybrid lohnt sich vor allem dann, wenn dir lange Eisen regelmäßig Probleme bereiten, du eine höhere und damit besser kontrollierbare Flugbahn suchst oder du aus dem Rough spielen musst. Der tiefere Schwerpunkt macht den Schläger deutlich fehlerverzeihender als ein langes Eisen.

Die Auswahl des richtigen Schlägers ist stets ein wichtiger Aspekt des Golfspiels. Zum einen musst du selektieren, da du nur 14 Schläger in deinem Bag haben darfst. Auf der anderen Seite ist es auf dem Platz entscheidend, den richtigen Schläger für deinen Spielstil und die Distanz zu wählen, um das optimale Ergebnis zu erzielen.

Während viele Golfer auf ihre langen Eisen schwören, nehmen immer mehr Golfer einen Hybrid als Alternative mit ins Bag. Der Vorteil der Hybriden liegt in ihrer Fehlerverzeihung. Sie eignen sich vor allem für Spieler. Die Schwierigkeiten mit den langen Eisen haben. Des Weiteren ermöglichen sie eine höhere Flugbahn, was zu mehr Kontrolle führen kann.

Essenziell für einen sauberen Hybrid-Schlag: Schwinge leicht absteigend und versuche nicht, den Ball hochzulöffeln. Ein Hybrid wird ähnlich wie ein langes Eisen gespielt, nur mit etwas mehr Fehlertoleranz, wenn der Kontakt nicht perfekt sitzt.

Es ist erheblich, sich selbst richtig einzuschätzen und die Vor- und Nachteile abzuwägen. Wenn du dich mit den langen Eisen wohler fühlst, solltest du natürlich diese einsetzen. Wie du dich zwischen beiden Optionen entscheidest, habe ich dir in meinem Vergleich zwischen langen Eisen und Hybriden im Detail aufgeschlüsselt. Die richtige Schlägerauswahl kann dein Golfspiel deutlich optimieren und sollte nicht vernachlässigt werden. Oft ergibt es Sinn, mehrere Golfschläger zu testen, um eine finale Entscheidung zu treffen.

Tipps um besser mit deinem Hybrid zu schlagen

Fairway Hölzer vom Boden richtig treffen

Das Fairwayholz ist der anspruchsvollste Schläger, den du vom Boden spielst. Es ist der längste Schläger ohne Tee, hat gleichzeitig den geringsten Loft der drei hier besprochenen Schlägertypen und wird meist mit der höchsten Geschwindigkeit geschwungen. Diese Kombination macht es vor allem schwer, den Ball sauber zu kontaktieren.

Der Unterschied zum Abschlag ist entscheidend: Vom Tee kannst du das Fairwayholz ähnlich wie den Driver spielen und den Ball leicht aufwärts oder neutral treffen. Liegt der Ball dagegen auf dem Boden, musst du ihn im absteigenden Teil deines Schwungs erwischen, kurz bevor der Schlägerkopf den tiefsten Punkt erreicht. Die Ballposition liegt dafür etwa eine Schlägerkopfbreite von deiner vorderen Ferse entfernt.

Zwei einfache Übungen helfen dir dabei, das Gefühl dafür zu entwickeln. Beim Tee-Drill steckst du ein kurzes Tee flach in den Boden und teest den Ball nur minimal auf. Beim Grashalm-Drill legst du einen Grashalm knapp vor dem Ball ab und versuchst, ihn im Treffmoment mit dem Schlägerkopf nach vorne zu fegen, ohne dabei ein großes Divot zu hinterlassen.

Falls dir das Holz 3 vom Boden noch zu schwer fällt, ist das kein Beinbruch. Ein Holz 5 oder Holz 7 lässt sich deutlich einfacher spielen und liefert trotzdem beachtliche Weite. Wie du speziell das Holz 3 effektiv vom Boden schlägst, zeige ich dir in einem eigenen Artikel.

Wie kontrolliere ich meine Schläge?

Ohne die richtige Kontrolle deiner Schläge ist es schwer, sich zu verbessern. Nur weil sich ein Schlag einmal gut oder schlecht angefühlt hat, muss das nicht unbedingt der Realität entsprechen.

Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die dir dabei helfen vermögen, deine Schläge zu überprüfen, damit du nachhaltige Verbesserungen erzielen kannst.

Folgende Gegenstände imstande sein dir auf Dauer helfen:

  • Impact Spray*
  • Dein Golf Journal*

– Laser Rangefinder – Launchmonitor

Impact Spray

Das Impact Spray wird auf den Schlägerkopf deines Golfschlägers gesprüht. Dieses Spray hinterlässt einen weißen Staub auf dem Schlägerkopf. Wenn du dann mit diesem Golfschläger schlägst und der Ball den Schlägerkopf trifft, wird der Staub an der Kontaktstelle zwischen Schlägerkopf und Golfball entfernt. Dadurch kannst du überprüfen, ob du den Ball mittig getroffen hast oder ob hier ein Fehler vorliegt.

Empfehlen würde ich hier folgendes Spray: Impact Spray*

Dein Golf Journal

Dein Golfjournal ist, wie der Name bereits sagt, ein Journal, in dem du deine eigenen Erfahrungen mit dem Golfspiel festhalten und reflektieren kannst. Hier kannst du ganz einfach deine Erlebnisse während deines Spieltags aufschreiben, was dir hilft, Lektionen schneller und nachhaltiger zu lernen.



Laser Rangefinder

Ein Laser-Rangefinder kann dir dabei helfen, die Weite deiner Schläge zu messen. Während du natürlich auf bestimmte Ziele in bekannten Entfernungen zielen kannst, erlaubt dir ein Laser-Rangefinder, genau zu bestimmen. Welche Entfernungen du tatsächlich spielst. Mit diesem Gerät erhältst du präzises Feedback über deine Schlagweiten und kannst sogar die Slope-Funktion einschalten, welche auch die Geländeneigung des Golfplatzes in die Berechnung einbezieht.

Empfehlen würde ich hier folgenden Rangefinder: Laser Rangefinder*

Launchmonitor

Ein Launchmonitor liefert dir umfassende Daten über deinen Schwung. Mit ihm kannst du jede Einzelheit deines Golfschwungs herausfinden und optimieren. Er rentiert sich vor allem dann, wenn du ernsthaft vorhast, viel Zeit in den Golfsport zu investieren und über Jahre hinweg daran zu arbeiten. Aus diesem Grund sind Launchmonitore auch oft so teuer.

Empfehlen würde ich hier folgenden Launchmonitor: Launchmonitor*

Es ist natürlich immer dienlich, dir Unterstützung bei einem strukturierten Training zu holen. Du kannst ganz einfach eine Unterrichtsstunde buchen und alle Aspekte ansprechen, bei denen du unsicher bist oder Hilfe benötigst.

Häufige Fehler mit langen Eisen, Hybriden und Fairway Hölzern

Es gibt einige Fehler. Die man mit diesen Schlägern vermeiden sollte. Oftmals wird die Ballposition falsch gewählt, was zu einem ungünstigen Abschlagwinkel führen kann. Dies ist ein Fehler, der schnell behoben werden kann. Zusätzlich kann ein schlechtes Gleichgewicht viel ausmachen. Gezieltes Training zur Verbesserung der Balance kann hierbei helfen, um dieses Problem zu beheben.

Ein weiterer klassischer Fehler ist das Zurücklehnen im Schwung, in der Hoffnung, den Ball dadurch besser in die Luft zu bekommen. Da der Ball aber bereits optimal positioniert ist, führt das nur zu dünnen oder fetten Schlägen. Bedeutend ist stattdessen, zuerst den Ball und danach den Boden zu treffen, ohne den Oberkörper nach hinten zu kippen.

Fazit

Um ein gutes Gefühl für den Schwung und Abschlag mit den langen Schlägern zu entwickeln, brauchst du viel Übung und Hingabe. Die genannten Hilfsmittel und Tipps imstande sein dir definitiv dabei helfen, weniger Fehler zu machen. Ob du am Ende eher zu deinen langen Eisen, einem Hybrid oder dem Fairwayholz greifst, ist letztlich Typsache, solange du die Grundlagen aus diesem Artikel beherrschst. Wenn du diese Grundlagen kennst und korrekt umsetzen kannst, hast du einen Vorteil gegenüber vielen anderen Golfern.

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Alexander Weber
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Alexander Weber

Golfer aus Leidenschaft und Autor von Golfforscher. Schreibt über Schwung, kurzes Spiel, Ausrüstung und Regeln - einfach und verständlich, ohne Fachchinesisch.

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