16 Tipps für Golfanfänger

Alexander Weber··10 Min Lesezeit
16 Tipps für Golfanfänger

Viele Dinge kommen Golfanfängern schlichtweg nicht in den Sinn. Aus diesem Grund möchte ich dir als Golfanfänger die wichtigsten Tipps näherbringen, von Etikette und Regeln über die richtige Ausrüstung bis hin zum Kopf. Mit diesen 16 Tipps für Golfanfänger startest du entspannter in deine ersten Runden.

Sei nicht nervös

Nicht nur Anfänger, sondern auch Leute, die länger auf dem Golfplatz sind, werden noch nervös und wollen ihren Ball genau so treffen, wie sie sich das vorstellen. Viele haben das Gefühl, dass sie von ihren Mitspielern verurteilt werden, wenn sie schlechter spielen als gewohnt und werden dadurch nervös.

Leg diese Nervosität einfach ab. All die Gedanken, die du im Kopf hast, was die anderen über dich denken, sind meist ziemlich aus der Luft gegriffen. Jeder ist beim Golf so stark auf sich selbst fokussiert, dass er gar nicht über die Schläge von anderen nachdenkt oder diese verurteilt. Jeder war im Golf schon in der Situation. Dass man seinen Ball total verschlagen hat, und kann sich deshalb in jemanden hineinversetzen.

Zudem, je mehr du dich stresst, desto eher wirst du deine Bälle nicht optimal schlagen, sondern dich immer schlimmer und schlimmer in deinen Gedanken vertiefen.

Dinge, die Golfer vor einem Turnier vergessen

Jeder Schlag ist essenziell

Dein letzter Schlag auf dem Grün ist genauso bedeutend wie dein Abschlag oder dein Befreiungsschlag aus dem Rough. Du solltest jedem Schlag mit demselben Respekt und demselben Fokus gegenübertreten, damit du einen vermeintlich einfachen Schlag nicht komplett daneben schlägst.

Lerne die wichtigsten Golfregeln und die Etikette

Als Golfanfänger wirst du schnell merken, dass es auf dem Platz nicht nur um deinen Schwung geht. Golf hat eine eigene Etikette, die genauso bedeutend ist wie die Regeln selbst und die du auch für die Platzreife beherrschen musst.

Ein paar Grundregeln solltest du dir von Anfang an angewöhnen: Bessere nach deinem Annäherungsschlag immer deine Pitchmarke auf dem Grün aus, leg ausgeschlagene Divots zurück und harke den Bunker nach deinem Schlag glatt. Wenn dein Ball in Richtung einer anderen Gruppe fliegt, rufe laut und deutlich „Fore!“, damit sich niemand verletzt.

Diese kleinen Handgriffe kosten kaum Zeit, zeigen aber, dass du Rücksicht auf den Platz und deine Mitspieler nimmst. Mehr Details zu den einzelnen Regeln findest du in meinem Artikel über die wichtigsten Regeln der Golf-Etikette.

Golf erfordert Fitness

Auch wenn Golf nicht so kräftezehrend wie etwa Fußball ist, musst du mit einbeziehen, dass du gute 4–5 Stunden unterwegs sein kannst und hier auch 7 bis 10 km gehen kannst. Solange intensiv konzentriert zu bleiben und zu laufen, erfordert Fitness. Welche nicht unterschätzt werden sollte. Es ist nicht unüblich, dass man am Ende seiner 18 Loch mental und körperlich ausgelaugt ist.

Finde den richtigen Golfgriff

Viele Anfänger unterschätzen, wie viel der Golfgriff für den ganzen Schwung entscheidet. Wenn du den Schläger zu fest oder falsch hältst, überträgt sich das auf deine ganze Ansprechposition und du bekommst Probleme, die du dir eigentlich hättest sparen können.

Lass dir den Griff am besten von einem Pro aufzeigen und übe ihn immer wieder bewusst, auch wenn er sich am Anfang ungewohnt anfühlt. Ein sauberer Griff ist eine der wenigen Grundlagen, die sich später kaum noch ändern und auf denen dein ganzes Spiel aufbaut.

Weniger Schläger mitnehmen

Wenn du das nächste Mal mit Freunden eine Runde spielst, dann versuch mal weniger Schläger mitzunehmen. Dadurch bist du gezwungen, mit anderen Schlägern zu schlagen als du vielleicht eigentlich würdest, was dir hilft, diese besser zu meistern. Hier gehst du etwas aus deiner Komfortzone raus und wirst kreativ. Wenn du dir noch unsicher bist, welche Schläger sich für den Einstieg eignen, probier auf der Range ruhig verschiedene Kombinationen aus.

Bei Stableford den Ball aufsammeln

Wenn du Stableford spielst und keine Punkte mehr sammeln kannst, dann nimm deinen Ball auf. Ich sehe viele Leute. Die schon keine Punkte mehr sammeln können, aber nichtsdestotrotz ihren Ball noch einlochen wollen. Das kostet unnötig Zeit, da noch viele Löcher vor einem liegen, und kann unter Umständen zu Staus von Flights führen, welche den ganzen Golfbetrieb lahmlegen imstande sein.

Markiere deinen Ball

Es kommt nicht selten vor, dass zwei Spieler die gleiche Marke von Bällen spielen. Wenn ihr jetzt in eine gleiche Richtung schlagt und euren Ball nicht individuell markiert habt, dann kann es zu Verwirrungen kommen. Deswegen ist es ratsam, einfach einen Edding zu nehmen und ein bestimmtes Zeichen auf seinen Ball zu malen. Das hilft dabei, immer deine Bälle wiederzufinden und Verwirrungen aus dem Weg zu gehen.



Lass schnellere Flights vor

Grade als Anfänger braucht man nun mal mehr Zeit als ein erfahrener Golfer. Das ist auch gar nicht verwerflich. Du solltest aber bedenken, dass, wenn du auf ein Loch kommst und nach dem ersten Schlag schon die nächste Gruppe hinter dir wartet, diese wahrscheinlich um einiges schneller war als du. Lass sie am besten vor, um ihnen ein gutes Gefühl zu geben und entspann dich ein bisschen.

Dies gilt nicht, wenn es ein großer Stau ist, da du sonst extrem lange warten musst, bis du Flight nach Flight vorgelassen hast. Du musst selbst entscheiden, wann es respektvoll ist und wann es zu viel ist.

Ziele nicht immer auf die Fahne

Ein Fehler, den viele Anfänger machen: Sie zielen bei jedem Schlag direkt auf die Fahne, egal wie riskant die Lage ist. Dabei ist Course Management gerade am Anfang Gold wert.

Wenn rechts und links vom Grün Bunker oder Wasser lauern, ziele lieber auf die Mitte des Grüns oder eine sichere Stelle im Fairway. Du sparst dir damit unnötige Strafschläge und bekommst einen konstanteren Score, auch wenn der Schlag optisch weniger spektakulär aussieht. Mit der Zeit bekommst du auch ein besseres Gefühl für die Flugbahn deiner Bälle und kannst gezielter entscheiden, wann sich ein Angriff auf die Fahne wirklich lohnt.

Nimm Golfstunden

Grade am Anfang ist es essenziell, Stunden zu nehmen, um dein Spiel auf ein gewisses Niveau zu bringen. Es ist schwieriger, etwas zu entlernen und neu richtig zu lernen, als es von Anfang an richtig gelernt zu haben. Darum solltest du grade am Anfang regelmäßig Stunden bei Golf Profis in deinem Club nehmen und schauen, dass diese dich auf ein gewisses Niveau hochtrainieren imstande sein.

Mach mit ihm einen Trainingsplan fertig und arbeite auch an den Dingen, welche er dir für zu Hause oder auf der Range aufgibt. Der Pro weiß, was deine Schwachstellen sind und woran du am meisten arbeiten musst.

Übe auch dein kurzes Spiel

Die meisten Anfänger verbringen ihre Zeit auf der Range am liebsten mit dem Driver, weil weite Schläge einfach mehr Spaß machen. Dein Score entscheidet sich aber viel öfter in der Nähe des Grüns als vom Abschlag.

Nimm dir daher bewusst Zeit fürs Putten, am besten zwei- bis dreimal die Woche in kurzen, gezielten Einheiten statt in einem einzigen langen Training am Wochenende. Wie du so eine Einheit sinnvoll aufbaust, zeige ich dir in meinem Artikel über gute Übungen für dein Golfspiel.

Spiel mit verschiedenen Spielern

Golf ist ein sozialer Sport. Es ist einfach, immer mit der gleichen Gruppe spielen zu gehen, allerdings hilft es dir sehr viel, wenn du auch immer mal wieder mit anderen Leuten spielst. Die Erfahrungen. Welche andere Golfer mit dir teilen oder welche du mit dem Spielen von ihnen lernst, kannst du nicht ersetzen. Des Weiteren ist es immer schön, neue Leute kennenzulernen, und warum sollte man Golf nicht dazu verwenden, um Zeit mit diesen Leuten zu verbringen.

Wie du deinen Golfschwung verbessern kannst!

Kauf dir günstige Bälle

Grade als Anfänger verliert man mehr Bälle als man gerne möchte. Aus diesem Grund ist es bedeutend, hier möglichst wenig Geld für Bälle auszugeben, da die Feinheiten der teureren Bälle erst ab einem höheren Level an Fertigkeit zum Vorschein kommen. Ich würde dir Lakeballs empfehlen, welche du teilweise für 50–70 Euro pro 100 Stück bekommen kannst. Du kannst versuchen, mehrere Marken auszuprobieren und zu schauen, welche dir am besten gefallen, oder einfach einen Mix zu kaufen. Obendrein wirst du weniger nervös einen 50-70-Cent-Ball verschlagen als einen 3-Euro-Ball.

Wenn du dich dafür interessierst, verlinke ich dir hier einige Angebote auf Amazon, bei denen du dich umschauen kannst:

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Du musst nicht immer 18-Loch spielen

Wenn du es nicht schaffst, 18 Loch zu spielen, ist es auch gut, einfach mal 9 Loch oder auch weniger zu spielen. Es ist immer sinnvoll zu üben, und dadurch lernst du mehr, als du auf der Driving Range üben kannst. Fühl dich also nicht so, als ob du 18 Loch spielen musst, sondern plane die Löcher nach der Zeit, welche du zur Verfügung hast. Am Ende soll dir Golf Spaß machen, und es soll sowohl darum gehen, bestimmte Verpflichtungen zu erfüllen.

Genug Essen und Trinken

Besonders im Sommer ist es wesentlich, immer genug Wasser dabei zu haben. Wenn du 4–5 Stunden in der Sonne unterwegs bist und dich auf dein Spiel konzentrierst, kann es durchaus dazu kommen, dass du vergisst, etwas zu trinken, und schon etwas wirr im Kopf wirst. Darum ist es immer bedeutend, genug Wasser dabei zu haben und nach jedem Loch etwas davon zu trinken. Genauso ist es mit dem Essen. Mit ganz leerem Magen wirst du dich auch nicht richtig konzentrieren vermögen, darum nimm dir eine nicht so schwere Mahlzeit wie kleine Brötchen oder Brothappen mit, von denen du immer mal wieder abbeißen kannst.

Was auch möglich ist, ist das Essen von Sportriegeln. Diese kosten meist etwas mehr Geld, geben aber am meisten Nährstoffe und Fokus für dein Spiel. Wenn du dich dafür interessierst, dann verlinke ich dir hier auf Amazon auch noch ein paar davon:

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Häufig gestellte Fragen von Golfanfängern

Wie oft sollte ich als Golfanfänger üben? Zwei- bis dreimal die Woche in kurzen Einheiten bringt dich weiter als ein einzelnes langes Training am Wochenende. Teile dir die Zeit zwischen langem Spiel auf der Range und kurzem Spiel ums Grün auf.

Was braucht man als Golfanfänger unbedingt? Ganz am Anfang reichen ein paar geliehene oder gebrauchte Schläger, feste Schuhe und ein paar günstige Bälle. Alles Weitere findest du in meinem Artikel darüber, was du zum Golfen wirklich brauchst.

Wie lange dauert es, bis ich meine Platzreife habe? Das hängt stark davon ab, wie oft du übst. Mit regelmäßigem Training und ein paar Trainerstunden schaffen es die meisten Anfänger innerhalb weniger Monate, ihre Platzreife abzulegen.

Fazit

Als Golfanfänger musst du nicht alles auf einmal perfekt machen. Etikette, Regeln, Ausrüstung und Kopf entwickeln sich mit jeder Runde. Die du spielst. Nimm dir diese Tipps für Golfanfänger als Leitfaden, aber vor allem: Hab Spaß dabei, denn genau dafür hast du mit Golf angefangen.

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Alexander Weber
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Alexander Weber

Golfer aus Leidenschaft und Autor von Golfforscher. Schreibt über Schwung, kurzes Spiel, Ausrüstung und Regeln - einfach und verständlich, ohne Fachchinesisch.

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