Ist Golf wirklich so beliebt, wie es in den letzten Jahren wirkt? Die Antwort ist ein klares Ja. Der Deutsche Golf Verband hat Anfang 2026 einen neuen Höchststand bei den Mitgliederzahlen gemeldet, und auch weltweit zählt der Sport nach wie vor Millionen von Anhängern. Gleichzeitig hält sich hartnäckig das Bild vom teuren Rentnersport für wenige. In diesem Artikel zeige ich dir, wie beliebt Golf tatsächlich ist, wer heute wirklich golft und warum der Sport immer mehr Menschen begeistert.
Die Anfänge vom Golf
Die Geschichte des Golfsports reicht zurück bis ins 15. Jahrhundert, als es in Schottland erstmals als Freizeitbeschäftigung für Adlige gespielt wurde. Von dort aus verbreitete sich der Sport rasch über die ganze Welt, und in immer mehr Ländern entstanden eigene Golfplätze. In Deutschland hat sich Golf dagegen erst in den letzten Jahrzehnten zu einer wirklich beliebten Freizeitaktivität entwickelt.
Der erste deutsche Golfplatz wurde 1906 in Baden-Baden eröffnet, doch erst in den 1960er Jahren öffnete sich der Sport für den Breitensport. Seitdem ist die Zahl der Golfspieler hierzulande fast durchgehend gestiegen. Weltweit ist Golf insbesondere in Nordamerika, Europa und Asien verbreitet, mit den bekanntesten Turnieren wie den vier Majors, dem Masters, der US Open, der British Open und der PGA Championship, sowie dem Ryder Cup, bei dem Europas beste Spieler gegen die USA antreten.
Wie viele Golfer gibt es weltweit?
Weltweit wird die Zahl der Golfer auf rund 60 Millionen geschätzt, verteilt auf etwa 45 Millionen Amateure und 15 Millionen Turnierspieler mit Handicap. Die meisten Golfer leben in den USA, gefolgt von Japan und Kanada. Auch in Europa wächst der Sport seit Jahren: Der europäische Golfverband zählt mittlerweile über 4,1 Millionen registrierte Golfer auf rund 6.800 Golfplätzen. Weltweit gibt es insgesamt etwa 34.000 Golfplätze, ein guter Indikator dafür, wie fest Golf in vielen Ländern bereits verankert ist.
Golf in Deutschland: Was die neuesten DGV-Zahlen aufzeigen

Auch in Deutschland zeigt sich die Beliebtheit von Golf deutlich in den Zahlen. Der Deutsche Golf Verband (DGV) meldete zum 30. September 2025 einen neuen Höchststand von 695.617 registrierten Golfspielerinnen und Golfspielern, ein Plus von fast 9.000 Mitgliedschaften gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum von 1,3 Prozent hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt, und der DGV rechnet damit, schon bald die Marke von 700.000 Mitgliedschaften zu knacken.
Damit ist Golf laut DOSB-Statistik mittlerweile die achtgrößte Sportart in Deutschland, noch vor der Reiterei. Gespielt wird auf 721 Golfanlagen im Land, die meisten davon in Bayern mit 171 und Nordrhein-Westfalen mit 157 Anlagen. Auch wenn die Zahl der Golfclubs zuletzt leicht gesunken ist, wächst die Zahl der Mitglieder ungebrochen weiter. Laut Herbstbarometer 2025 sind des Weiteren rund 75 Prozent der Golfanlagen mit der vergangenen Saison zufrieden oder sehr zufrieden.
Wer spielt eigentlich Golf? Alter und Geschlecht im Fokus
Golf gilt gerne als Sport der älteren Generation, und ein Blick auf die Zahlen bestätigt das zumindest teilweise. Mit 46,9 Prozent ist die Altersgruppe ab 60 Jahren die größte unter den deutschen Golfern. Gleichzeitig wächst der Sport gerade bei den 19- bis 40-Jährigen überdurchschnittlich stark, entgegen dem allgemeinen Bevölkerungstrend. Golf ist also längst kein reiner Rentnersport mehr, auch wenn sich dieses Vorurteil hartnäckig hält.
Beim Geschlecht sieht die Sache noch nicht ausgeglichen aus: Der Frauenanteil unter deutschen Golfern liegt bei etwa 36 Prozent. Warum das so ist und was sich langsam ändert, erfährst du in einem eigenen Artikel von mir.
Was der Golfsport wirtschaftlich bedeutet
Neben den Spielerzahlen zeigt sich die Beliebtheit von Golf auch wirtschaftlich. Der europäische Golfverband beziffert die jährliche Wertschöpfung des Golfsports in Europa auf rund 25 Milliarden Euro, allein in Deutschland liegt dieser Wert bei etwa 6,8 Milliarden Euro. Das ifo Institut schätzt den reinen Jahresumsatz im deutschen Golfmarkt zusätzlich auf rund 1,7 Milliarden Euro. Diese Summen entstehen nicht nur durch Greenfees und Mitgliedsbeiträge, sondern auch durch Ausrüstung, Golfreisen und Arbeitsplätze in der Branche. Wenn du selbst wissen willst, was Golf spielen dich konkret kostet, findest du dazu einen ausführlichen Artikel auf meiner Seite.
Warum wird Golf immer beliebter?
Die Gründe für die wachsende Beliebtheit von Golf sind vielfältig. Einer der Hauptgründe ist die Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen und dabei eine Sportart auszuüben, die Konzentration, Präzision und Ausdauer verlangt. Golf hat zudem einen starken sozialen Aspekt, da du meistens mit anderen Spielern unterwegs bist und euch gegenseitig unterstützt und motiviert. Für viele ist eine Runde Golf darüber hinaus eine willkommene Auszeit vom Alltag, eingebettet in eine wunderschöne, natürliche Umgebung.
Die Zielgruppe für Golf ist heute deutlich breiter als früher. Lange galt der Sport als elitär und nur einer bestimmten Schicht zugänglich, und auch das Vorurteil vom Golf als Rentnersport trifft, wie du oben gesehen hast, nur noch teilweise zu. Heute öffnet sich der Sport immer breiteren Schichten und erreicht zunehmend auch eine junge, trendbewusste Zielgruppe. Ein Grund dafür sind öffentlich zugängliche Golfplätze. Die das Spielen auch mit kleinerem Budget möglich machen. Viele Golfclubs haben des Weiteren Initiativen gestartet, um Anfängern den Einstieg zu erleichtern und mehr Menschen für den Sport zu begeistern.
Häufig gestellte Fragen zur Beliebtheit von Golf
Wie viele Golfer existiert in Deutschland? Zum 30. September 2025 zählte der DGV 695.617 registrierte Golfspielerinnen und Golfspieler, so viele wie nie zuvor.
Wird Golf in Deutschland immer beliebter? Ja. Die Mitgliederzahlen wachsen seit 2021 fast durchgehend, und das Wachstumstempo hat sich zuletzt sogar beschleunigt.
Ist Golf wirklich ein Rentnersport? Nur bedingt. Zwar sind knapp 47 Prozent der Golfer über 60 Jahre alt, gleichzeitig wächst aber keine Altersgruppe so schnell wie die 19- bis 40-Jährigen.
Wie hoch ist der Frauenanteil beim Golf? In Deutschland liegt er bei rund 36 Prozent, mit steigender Tendenz.
Fazit
Golf wird in Deutschland und weltweit spürbar beliebter, und die Zahlen belegen das eindrucksvoll. Der DGV meldet Rekordmitgliederzahlen, immer mehr jüngere Erwachsene entdecken den Sport für sich, und wirtschaftlich steckt eine ganze Branche dahinter. Gleichzeitig bleibt Golf ein Sport mit Luft nach oben, etwa beim Frauenanteil oder bei der Verjüngung der Mitgliederbasis. Wenn du selbst überlegst einzusteigen: Der Moment war selten so gut wie jetzt, denn der Sport öffnet sich immer mehr Menschen und wird zugänglicher als je zuvor.
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