Wie bei jedem anderen Sport oder Hobby gibt es viele Vorurteile. Golf macht da keine Ausnahme. Die häufigsten Klischees: Golf sei nur etwas für reiche, ältere Leute, viel zu teuer, langweilig und elitär. Ich zeige dir in diesem Artikel die zehn beliebtesten Vorurteile über Golfer, und was wirklich dran ist.
Golfen ist nur etwas für Reiche
Das Vorurteil, was sich wohl am hartnäckigsten hält, ist, dass Golfen nur etwas für Reiche ist. Der Ursprung davon beruht auch auf einer wahren Begebenheit, dass sich wenig Leute leisten konnten, Golf zu spielen. Da die Popularität vom Golfsport jedoch immer weiter angestiegen ist, wurden auch günstigere Alternativen geschaffen, welche das Golfen für viel mehr Menschen eröffnet.
Laut Deutschem Golf Verband spielen inzwischen über 640.000 Menschen als Vereinsmitglied Golf, dazu kommen noch einmal knapp 950.000 Golfer ohne feste Mitgliedschaft. Reich muss davon längst nicht mehr jeder sein.
Darunter fallen beispielsweise die Golffernmitgliedschaften, welche ziemlich günstig sind, oder Platzreife-Kurse am Wochenende. Welche auch oftmals günstiger als reguläre Stunden mit einem Pro sind. Mit diesen Angeboten ist Golfen vergleichbar mit anderen Sportarten, wenn es um den Preis geht.
Golf Equipment kostet extrem viel Geld
Nicht nur das Golfspielen an sich, sondern auch das Equipment dafür soll so teuer sein. Das stimmt so auch nicht direkt, da durch die hohe Popularität vom Golfsport auch günstige Einsteigersets entwickelt wurden. Etwa gibt es hier ein Anfänger-Komplettset für unter 400 €: Anfänger-Komplettset auf GolfHouse.de*
Natürlich existiert auch sehr teure Sets und einzelne Golfschläger, die über den Preis dieses gesamten Sets hinausgehen. Ein normaler Spieler ist hier jedoch nicht durch den Preis eingeschränkt und kann auch mit einem kleinen Budget Golf spielen.
Golf ist gar kein Sport
Einen kleinen Ball über den Rasen zu schlagen, ist doch kein Sport. Das behaupten immer noch viele Leute, welche sich noch nie mit dem Golfsport beschäftigt haben. Anders könnten sie so eine Behauptung auch gar nicht aufstellen, denn hätten sie einmal eine 18-Loch-Runde gespielt, wüssten sie durch den Muskelkater am nächsten Tag, wie sportlich aktiv Golfer sind.
Bei einer vollen Runde legst du locker sieben bis acht Kilometer zu Fuß zurück, und schon der Abschlag allein beansprucht mehr als 100 Muskeln in deinem Körper. Vom Abschlag über die Schwünge bis zum reinen kilometerlangen Laufen mit seinem ganzen Equipment werden hier Körper und Geist auf die Probe gestellt. Welche Muskelgruppen dabei genau gefordert werden, erfährst du in diesem Artikel. Und der Frage, ob Golf überhaupt ein Sport ist, bin ich in einem eigenen Artikel noch einmal ganz genau nachgegangen.
Golf ist nur etwas für alte Leute
Tatsächlich ist Golf eine der wenigen Sportarten, welche auch noch im hohen Alter gespielt werden vermögen. Wie Tennis ist Golf ein sehr techniklastiger Sport. Laut Deutschem Golf Verband ist tatsächlich über ein Drittel der aktiven Golfer über 60 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt zwischen 50 und 60 Jahren.
Doch es gibt auch genug Kinder. Welche das Golfspielen anfangen. Dass eher ältere Leute Golf spielen, liegt auch daran, dass diese Leute meist mehr Zeit haben, da sie möglicherweise schon nicht mehr arbeiten oder keine Kinder mehr zu Hause haben. Da Golf ein zeitintensiver Sport ist, bleiben hier also auch die Leute, welche mehr Zeit haben, dabei. Ob man jemals wirklich zu alt für Golf ist, habe ich in einem eigenen Artikel beantwortet.
Golf Spielen ist langweilig
Auch diese Aussage kann nur von Leuten getroffen werden, welche sich nicht mit dem Golfspiel beschäftigt haben. Von der Geschwindigkeit des Spiels und der strategischen Wahl deines Schlägers für den nächsten Schlag bis zur Freude über ein gutes Ergebnis auf einer Bahn oder sogar einer ganzen Runde ist nichts langweilig.
Beim Golfen muss man sich teuer ankleiden
Hier kann ich auch nur widersprechen. Egal ob Marke oder nicht, hier geht es rein um den Dresscode. Du kannst auch ein Poloshirt von einem Discounter für unter 10 Euro tragen, und es wäre genauso in Ordnung wie ein Markenpoloshirt für 50+ Euro.
Empfehlen kann ich in diesem Punkt das Sortiment von GolfHouse. Da braucht man sich auch keine Sorgen zu machen, ob die Kleidung dem Dresscode entspricht, da es ein reines Geschäft für den Golfsport ist. Hier könnt ihr direkt schauen und euch gegebenenfalls einkleiden:
Golfbekleidung für Herren auf GolfHouse.de*
Golfbekleidung für Damen auf GolfHouse.de*
Dort findest du alle Preisklassen und auch heruntergesetzte Markenkleidung.
Golf ist nur dazu da, um Geschäftskontakte zu sammeln
Tatsächlich kann es auf dem Golfplatz das ein oder andere Mal einsam werden, wenn man nicht mit anderen Leuten spielt. Darum gibt es meist ein Clubhaus, um dort mit anderen Spielern in Kontakt zu treten. Oftmals spielt man Golf nämlich mit immer wechselnden Mitspielern in einem sogenannten Flight.
Natürlich kann es dann auch sein, dass man aus dem Geschäftsleben Kontakte mit auf den Platz bringt, und man hat durchaus genug Zeit, sich mit anderen Leuten zwischen den Schlägen zu unterhalten. Man geht schließlich einige Kilometer zusammen über den Platz und möchte sich dabei ja nicht unbedingt anschweigen.
Golfplätze zerstören die Umwelt
Golfplätze sind meist in sehr grünen Gebieten angesiedelt. Das hat natürlich etwas damit zu tun. Dass man bestimmte Bedingungen für einen Golfplatz benötigt. Zum Beispiel muss ein Golfplatz auch eher abgelegen sein, um die Gefahr von ausgerissenen Golfbällen zu verkleinern. Doch manche Leute kommen auf die Idee, dass der Golfplatz der Umwelt schadet.
Bis jetzt gibt es meines Wissens nach noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen, um diese Theorie zu unterstützen. Hier werden sowohl vorsätzlich als auch aus Versehen keine Tiere mit dem Golfball erwischt, und dies ist auch, außer möglicherweise bei Insekten, extrem unwahrscheinlich.
Golfen ist elitär
Tatsächlich ist Golf immer ein elitärer Sport gewesen. Das lag natürlich immer daran, wie teuer das Spielen war. Da inzwischen sowohl die Kleidung als auch das Equipment im Vergleich bedeutend günstiger geworden sind, imstande sein es sich auch mehr Leute leisten, auf dem Platz zu stehen.
Die ältesten Mitglieder auf vielen Golfplätzen kennen jedoch auch noch den elitären Teil des Golfsports und weisen Leute aus diesem Grund auch regelmäßig auf Verstöße gegen den Dresscode oder Ähnliches hin.
Golf ist ein typischer Ärztesport
Ein Vorurteil, das sich vor allem unter Golfern selbst hartnäckig hält: Golf sei quasi der inoffizielle Sport der Ärzteschaft. Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2018 hat das zwar deutlich widerlegt. Demnach golfen gerade einmal 4,2 Prozent der befragten Ärzte in ihrer Freizeit, und auch die sind eher männlich, etwas älter und kommen vor allem aus Fachrichtungen wie der Urologie oder der Orthopädie.
Der Großteil der Mediziner, etwa Hausärzte oder Internisten, greift in der Freizeit eher selten zum Schläger. Das Klischee vom golfenden Arzt hält sich dennoch hartnäckig, wahrscheinlich weil die wenigen golfenden Ärzte auf dem Platz einfach vor allem auffallen.
Fazit
Die meisten Vorurteile über Golfer halten einer genaueren Betrachtung nicht stand. Golf ist heute günstiger, vielfältiger und sportlicher, als sein Ruf es vermuten lässt, egal ob es um das Alter, den Geldbeutel oder den Dresscode geht.
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