Wenn man Golfer fragt, welcher ihr Lieblingsschläger ist, würden viele antworten, dass es der Driver ist. Das Gefühl, den Ball mit diesem Schläger so weit schlagen zu können, ist einfach großartig. Doch damit du konstant deinen Driver schlagen kannst, sollte dieser auch perfekt auf dich angepasst sein.
Natürlich gehört zu guten Schlägen mit deinem Driver auch viel technisches Verständnis und viel Übung. Doch mit dem richtigen Driver, der zu dir passt, kannst du deine Chancen auf einen guten Schlag deutlich erhöhen.
Dieser Artikel richtet sich an Golfer jeden Levels, die systematisch den richtigen Driver für ihren Schwung finden wollen. Spielst du erst seit Kurzem und suchst deinen allerersten Driver, findest du in meinem Guide für Golf-Driver für Anfänger zusätzlich konkrete Technik-Tipps für den Abschlag.
Welcher Driver-Loft passt zu meinem Schwung?
Für Golfer mit einem langsameren Schwung empfiehlt sich ein Driver mit höherem Loft (12 Grad aufwärts). Bei Golfern mit schnellerem Schwung (140 km/h aufwärts) ist ein niedrigerer Loft empfehlenswert (10 Grad abwärts).
Dabei gilt: Je höher die Geschwindigkeit des Schwungs, desto niedriger der Loft des Drivers. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch, je langsamer der Schwung, desto höher sollte der Loft sein. Dabei gibt es Driver bis 15 Grad Loft und welche unter 10 Grad Loft.
Als grobe Orientierung kannst du dich an dieser Tabelle orientieren:
| Schwunggeschwindigkeit | Empfohlener Loft |
|---|---|
| Unter 120 km/h | 12 bis 15 Grad |
| 120 bis 140 km/h | 10,5 bis 12 Grad |
| Über 140 km/h | 8 bis 10 Grad |
Essenziell dabei: Ein zu niedriger Loft sorgt bei vielen Amateurgolfern nicht automatisch für mehr Weite. Ohne genug Loft fehlt dem Ball oft der Backspin, um lange genug in der Luft zu bleiben. Im Zweifel ist ein etwas höherer Loft meist die bessere Wahl als ein zu niedriger.
Es empfiehlt sich hier, mit deinem lokalen Pro zu sprechen. Meist hat dieser ein Launchmonitor, den du benutzen kannst, um herauszufinden, wie schnell deine Schwünge sind. Diese Launchmonitore aufzeigen dir einige Analysen zu deinem Schwung an. Dabei solltest du mehrere Schläge ausführen und dann den Durchschnitt deiner Geschwindigkeiten als Maßstab nehmen.

Welchen Schaft sollte ich beim Driver haben?
Es gibt bei allen Schlägern unterschiedliche Stärken, wenn es um den Schaft geht. Dieser ist essenziell, um den Spielstil des Golfers zu komplimentieren. Die meisten Schläger haben 3 Stufen. Welche bei verschiedenen Marken verschieden heißen. Der verlinkte Shop oben gibt die Härten in den Stufen Lite, Regular und Stiff an.
Wenn man wirklich eine andere Stufe erfordert, dann sollte man definitiv zu einem Fitting gehen und sich direkt beraten lassen. Nicht alle Shops bieten mehr als die 3 Standardstufen an. Im Allgemeinen kann man sagen. Dass man bei einem weicheren Schläger einen höheren Ballflug erhält, der von rechts nach links verläuft. Bei den härteren Stufen wird der Ballflug eher niedriger und hat eine Tendenz nach rechts.
Das liegt daran, dass dich ein weicher Schläger mehr biegt und dadurch einen anderen "Angle of Attack" hat als ein härterer Schläger. Es ist erheblich zu wissen, welche Härte gut für einen ist, damit der Schaft den Golfer unterstützt und nicht sabotiert.
Neben der Härte solltest du auch auf das Material achten. Die meisten Driver-Schäfte bestehen aus Graphit, seltener aus Stahl. Ein Graphitschaft ist deutlich leichter, was die Schwunggeschwindigkeit erhöht und den Ball weiter fliegen lässt. Aus diesem Grund greifen fast alle Golfer, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, beim Driver zu Graphit.
Ein wichtiger Hinweis noch zur Härte: Es gibt keinen einheitlichen Standard für Flex-Bezeichnungen. Der "Regular"-Schaft von einem Hersteller kann sich also spürbar anders anfühlen als der "Regular"-Schaft eines anderen Herstellers. Verlass dich deshalb nie nur auf die Aufschrift, sondern probiere den Schläger wenn möglich vorher aus.
Manche Hersteller bieten zusätzlich eigene Damen- oder Senior-Flex-Stufen an. Die noch unterhalb von Lite liegen. Das ist kein Zeichen von schlechterer Ausrüstung, sondern schlicht die passendere Wahl für jeden mit niedrigerer Schwunggeschwindigkeit, unabhängig von Alter oder Geschlecht.
Wie bedeutend sind Schlägerkopf und Trägheitsmoment beim Driver?
Das maximal erlaubte Schlägerkopfvolumen bei einem Driver liegt bei 460 Kubikzentimetern. Je größer der Schlägerkopf, desto größer die Fehlertoleranz bei nicht perfekt getroffenen Bällen.
Die meisten Driver auf dem Markt einsetzen das volle Volumen von 460 ccm aus, weil es Golfern mit unregelmäßigem Treffpunkt hilft, den Ball nichtsdestotrotz noch ordentlich zu treffen. Nur sehr erfahrene Golfer mit sehr konstantem Schwung greifen manchmal bewusst zu kleineren Schlägerköpfen, um den Ballflug gezielter formen zu imstande sein.
Eng damit verbunden ist das Trägheitsmoment, im Englischen "Moment of Inertia" oder kurz MOI genannt. Es beschreibt, wie stabil der Schlägerkopf bei einem nicht ganz zentrierten Treffer bleibt. Ein hohes Trägheitsmoment bedeutet, dass der Schlägerkopf sich bei einem Treffer neben dem Sweetspot weniger verdreht, wodurch der Ball nichtsdestotrotz noch relativ gerade fliegt. Für die meisten Golfer lohnt es sich, bei gleichem Loft und Schaft auf den Driver mit dem höheren Trägheitsmoment zu setzen.
Achte des Weiteren darauf, ob dein Driver verstellbar ist. Viele moderne Modelle erlauben es, Loft und Gewichtsverteilung über kleine Gewichte oder eine verstellbare Hülse selbst anzupassen. Das ist vor allem praktisch, wenn sich dein Schwung im Laufe der Zeit verändert und du deinen Driver nicht direkt neu kaufen möchtest.
Wieviel kostet ein Driver?
Ein neues Modell eines Drivers der bekanntesten Marken kostet in etwa zwischen 500 und 700 Euro. Ältere Modelle bekommst du allerdings schon für einen Preis von um die 300 Euro. Dabei spielt die Härte des Schafts meist auch keine Rolle.
Meist sind Angebote in diesem Bereich auch zeitbegrenzt. Ich verlinke dir zwar gerne Angebote für Driver. Die teilweise bis zu 40 Prozent heruntergesetzt sind. Des Weiteren kannst du diese bestellen oder bei dir in der Nähe abholen:
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Wenn du überlegst, ein älteres Modell zu kaufen, um Geld zu sparen, solltest du vorher wissen, worauf du bei gebrauchten Golfschlägern achten musst, damit du am Ende kein böses Erwachen erlebst.
Wie lange hält ein Driver?
Ein Driver hält in etwa 5-10 Jahre. Dabei kommt es natürlich auch auf die Anzahl der Runden an, welche man spielt, und die Anzahl an Schlägen, welche auf der Driving Range geschlagen werden.
Hier ist es vom Fall zu Fall natürlich unterschiedlich, doch man kann an verschiedenen äußeren Merkmalen schon erkennen, wenn sich ein Driver-Wechsel lohnt.
- Sehr zerkratztes Gesicht des Drivers
– Kaum noch Grip am Schlägergriff – Die Rillen auf dem Gesicht werden schwerer zu erkennen
- Die Schläge werden immer unkontrollierter
Dabei muss man immer selbst schauen, ob mehrere dieser Dinge zutreffen oder nur eins. Wenn es nur der Schlägergriff ist. Welcher sich extrem abgenutzt hat, dann kann man diesen auch ersetzen. Wenn die Rillen etwas abgenutzt sind, kann man diese auch schleifen. Das kann die Langlebigkeit des Schlägers auf jeden Fall strecken.
Man muss hier nur ehrlich mit sich sein und schauen, ob nicht alles gleichmäßig abgenutzt hat und der Schläger gewechselt werden muss. Dafür ist es immer gut, einen neuen Schläger im direkten Vergleich mit seinem alten zu einsetzen und zu sehen, ob ein extremer Unterschied besteht.
Abnutzung geschieht nicht über Nacht, sondern immer nur ein bisschen. Darum können Golfer oft nicht einschätzen, wann es zu viel Abnutzung ist. Man gewöhnt sich an die kleinen Veränderungen.
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Was bringt ein neuer Driver?
Ein neuer Driver stellt bereit im Vergleich zu einem abgenutzten Driver mehr Distanz, mehr Kontrolle und allgemein ein besseres Gefühl beim Abschlag. Durch einen neuen und angepassten Driver sollte man allgemein bessere Ergebnisse erzielen imstande sein.
Es lohnt sich, nach starker Verbesserung im Handicap nochmal zu schauen, ob der Driver noch der richtige für einen ist oder ob man sich einen neuen zulegen sollte. Da kann sich die Geschwindigkeit des Schwungs verbessert haben. Wenn das der Fall ist, sollte nochmal geschaut werden, ob der richtige Loft und der richtige Schaft gewählt wurden.
Bedeutend ist einfach, dass man sich mit dem Driver wohl fühlt. Neue Schläger haben immer die maximale Leistung. Welche sie erbringen vermögen. Dies lässt natürlich nach einiger Zeit und Abnutzung einfach ab.
Welche Fehler solltest du bei der Driver-Wahl vermeiden?
Der häufigste Fehler ist die falsche Kombination aus Loft und Schaft, meist weil Golfer glauben, weniger Loft bedeute automatisch mehr Weite. Genauso häufig kaufen Golfer ihren Driver ohne Fitting oder Probeschwünge.
Viele Amateurgolfer greifen instinktiv zum Driver mit dem niedrigsten Loft, weil sie denken, das bringe die meiste Distanz. In der Praxis führt ein zu niedriger Loft aber oft zu kürzeren und unkontrollierteren Schlägen, weil der Ball nicht genug in die Luft kommt. Auch typische Fehler mit dem Driver im Schwung selbst imstande sein das beste Material zunichtemachen, selbst wenn Loft und Schaft perfekt passen. Wie ein technisch guter Driver-Schwung überhaupt aussieht, erfährst du in meinem Guide zum Driver-Schwung.
Wenn du wissen willst. Welche größeren Fehler Golfer beim Kauf und im Umgang mit ihrem Driver sonst noch machen, findest du hier eine gute Übersicht: 3 große Fehler beim Driver.
Häufige Fragen zum Driver
Wie lang ist ein Driver beim Golf?
Die maximale Länge, die für einen Driver erlaubt ist, liegt bei 48 Zoll. Die meisten Driver sind nichtsdestotrotz im Bereich zwischen 43 und 46 Zoll.
Wieviel Loft hat ein Driver beim Golf?
Es gibt inzwischen Driver mit verschiedenen Lofts. Die meisten befinden sich zwischen 10 und 15 Grad. Dabei nutzen Golfer mit einem schnelleren Schwung eher einen niedrigeren Loft und Golfer mit einem langsameren Schwung einen höheren Loft.
Brauche ich als Frau oder Senior einen anderen Driver?
Nicht zwingend einen anderen Driver, aber meist eine andere Spezifikation. Wer eine niedrigere Schwunggeschwindigkeit hat, profitiert unabhängig von Alter oder Geschlecht von einem höheren Loft und einem weicheren Schaft. Viele Hersteller bieten dafür eigene Lady- oder Senior-Flex-Stufen an, die genau auf diesen Bedarf zugeschnitten sind.
Lohnt sich ein Fitting für den Driver?
Ja, ein Fitting lohnt sich fast immer. Da kein Hersteller Loft, Flex und Schlägerkopf identisch definiert, ist ein Fitting oft der einzige Weg, um wirklich sicherzugehen, dass Loft, Schaft und Schlägerkopf zu deinem Schwung passen.
Bei einem Fitting misst der Launchmonitor deutlich mehr als nur deine Schwunggeschwindigkeit. Achte auf diese Werte, wenn dir dein Fitter die Ergebnisse erklärt:
- Ballgeschwindigkeit: Wie schnell der Ball nach dem Treffen unterwegs ist
– Abflugwinkel: In welchem Winkel der Ball den Schläger verlässt – Spin-Rate: Wie viel Rückwärtsdrall der Ball hat, entscheidend für Flughöhe und Landewinkel
- Carry-Distanz: Wie weit der Ball fliegt, bevor er den Boden berührt
Ein guter Fitter lässt dich verschiedene Favoriten anhand genau dieser Werte direkt gegeneinander testen und schaut, mit welchem Driver du mehr Fairways triffst und mehr Länge erzielst. Das kostet zwar etwas Zeit, zahlt sich aber langfristig aus, weil du nicht mehrfach Geld in den falschen Driver steckst.
Fazit
Es gibt eine Menge an Variablen. Die du bei einem Driver beachten solltest. Hier habe ich versucht, dir eine grobe Richtung zu geben, womit du dir deinen Driver aussuchen kannst. Meist ist das auch gar nicht so schwer. Wenn du dir allerdings unsicher bist, würde ich dir empfehlen. Die wichtigsten Punkte mit deinem lokalen Pro durchzugehen, damit dieser Empfehlungen für deinen persönlichen Golfstil geben kann.
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