Putt-Übungen: Einfache Tipps für besseres Putten

Alexander Weber··8 Min Lesezeit
Putt-Übungen: Einfache Tipps für besseres Putten

Einige Golfer finden das Putten besonders schwierig, weil es sich von anderen Schlägen im Golf stark unterscheidet. Dabei ist der Putter der Schläger, den du während einer Golfrunde am häufigsten benutzt. Für jedes Loch werden im Durchschnitt 2 Putts gezählt, unabhängig davon, ob es sich um ein Par 3, 4 oder 5 handelt.

In diesem Artikel zeige ich dir einfache Putt-Übungen, mit denen du deine Kontrolle, Geschwindigkeit und Puttgenauigkeit gezielt verbesserst, egal ob auf dem Putting Green oder zuhause auf der Puttingmatte. So solltest du langfristig keine Probleme mehr mit deinen Putts haben.

Für gute Putt-Übungen sind verschiedene Fähigkeiten wichtig: die richtige Distanzkontrolle, Präzision und das Lesen des Grüns. Wenn du gezielt an diesen drei Punkten arbeitest, wird sich deine Puttgenauigkeit merklich verbessern.

Putt-Kontrolle verbessern: Den Ball mittig treffen

Jeder Golfer weiß, dass es essenziell wichtig ist, den Ball mit dem Putter mittig zu treffen. Doch das kann gerade für Anfänger schwer sein. Hierfür gibt es verschiedene Putt-Übungen, die du ausführen kannst, um diese Fähigkeit zu verbessern.

Folgende Produkte sind dafür zu empfehlen, können aber auch durch kostenfreie Alternativen ersetzt werden:

Dabei würde ich dir empfehlen, auf dem Putting Green mit Toren zu arbeiten. Die verlinkten Tore können sowohl im Outdoor- als auch im Indoor-Bereich verwendet werden. Hierbei ist es hilfreich, auf verschiedenen Distanzen zu üben, den Ball zu treffen und zu kontrollieren. Um das mittige Treffen zu verbessern, macht es auch Sinn, die Tore hintereinander aufzustellen, damit du direkt merkst, wie gerade dein Putt war. Eine kostenfreie Variante wäre einfach Gegenstände zu nutzen, die du dabei hast, wie Schläger, um Tore zu bilden, oder Tees.

Da das Putten so wichtig ist, kann es sich für viele Golfer lohnen, auch zuhause den ein oder anderen Putt auszuführen. Dafür ist natürlich eine Puttingmatte hilfreich. Auch hier können die Tore verwendet werden. Die Puttingmatte unterstützt zudem bei der Distanzkontrolle, da sie Markierungen enthält. Kostenfrei wäre hier natürlich das Training auf dem Putting Green, das in der Regel in deiner Golfmitgliedschaft enthalten ist. Im Winter gibt es jedoch keine vergleichbare Alternative.

Eine weitere einfache Putt-Übung für mehr Kontrolle ist einhändiges Putten. Spiele zehn Putts ganz normal, dann zehn nur mit der linken und zehn nur mit der rechten Hand. Dadurch bekommst du ein deutlich besseres Gefühl dafür, welche Hand beim Putt eigentlich führt, und dein Zusammenspiel beider Hände wird automatisch runder.

Ein kleiner Geheimtipp meinerseits sind außerdem Klebepads. Diese sind nicht nur im Haushalt nützlich, sondern auch für das Putttraining. Dazu befestigst du zwei Pads auf der Schlagfläche deines Schlägers, wobei du die Mitte freilässt. Nimm einen Ball und achte darauf, dass du den Abstand des Balles plus einen Toleranzabstand freilässt. Wenn du den Ball nicht mittig triffst, bleibt er an den Pads haften. Dadurch erhältst du direktes Feedback, ob du den Ball mittig getroffen hast oder nicht. Das Gute an den Klebepads ist, dass sie meist rückstandslos entfernt werden können. Selbst wenn ein kleiner Rückstand bleibt, sollte dieser beim regulären Reinigen des Schlägers verschwinden. Es gibt keine kostenfreie Alternative, da diese Übung speziell auf das Produkt ausgerichtet ist.

Solltest du trotz regelmäßigem Training immer wieder unterschiedlich treffen, lohnt sich auch ein Blick auf den Putter selbst. Nicht jedes Modell passt gleich gut zu jedem Schwung.

Putter Golf

Puttgeschwindigkeit und Distanzkontrolle trainieren

Die Geschwindigkeitskontrolle beim Putten ist ebenfalls enorm wichtig. Diese entwickelt man ausschließlich durch das Spielen mit dem Putter. Dabei geht es darum, über eine gewisse Zeit ein intuitives Gefühl für den Putt zu entwickeln, sodass man kaum noch darüber nachdenken muss.

Ich würde dir empfehlen, auf verschiedene Löcher auf dem Putting Green zu putten. Dabei solltest du deine Ausgangssituation nach drei bis vier Bällen immer wieder verändern. Zuhause kannst du das mit einer Puttingmatte nachempfinden, indem du alle drei bis vier Schläge den Untergrund unter der Matte veränderst.

Das liegt daran, dass man ein Gespür für die Erhebungen und Absenkungen des Grüns entwickeln sollte. Das Erkennen und Anpassen an diese Veränderungen nennt man "Grün lesen". Für ein besseres Gespür lohnt es sich außerdem, deinen Putt aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten, am besten von hinter dem Ball und seitlich der Puttlinie. So erkennst du Erhebungen und Senken im Grün deutlich leichter, als wenn du nur aus einer Perspektive schaust. Wenn du immer nur unter besten Bedingungen mit einer Puttingmatte oder immer nur auf ein Loch auf dem Putting Green trainierst, bereitest du dich nicht optimal auf den eigentlichen Platz vor. Ein gutes Gefühl beim Putten erfordert verschiedene Situationen und Bedingungen, um dich wirklich voranzubringen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass dein Gefühl dich täuscht und du kein Vertrauen mehr in dich selbst hast.

Ich verstehe, dass es oft schwierig ist, all diese verschiedenen Eindrücke und Erfahrungen im Kopf zu behalten, besonders weil es auf dem Golfplatz nicht nur ums Putten, sondern um so viel mehr geht. Deswegen ist es immer sinnvoll, auch Dinge aufzuschreiben. Dafür habe ich Dein Golf Journal erstellt. Damit kannst du schneller und nachhaltiger lernen, deine Verbesserungen dokumentieren und Fortschritte erkennen.



Puttgenauigkeit verbessern: Kleinere Ziele, präzisere Putts

Die Puttgenauigkeit und der Fokus beim Putten sind tatsächlich entscheidend für den Erfolg auf dem Grün. Um diese Fähigkeit zu stärken, kannst du einfach das Ziel verkleinern. Je kleiner das Ziel, desto präziser musst du als Golfer natürlich treffen. Dabei würde ich empfehlen, einen Tee zu verwenden.

Du kannst den Tee aus verschiedenen Entfernungen und Ausgangssituationen anspielen. Er kann dir dabei helfen, deine Puttgenauigkeit zu verbessern. Das Gleiche kannst du auch mit den Puttingtoren machen, indem du sie quer aufstellst, sodass du nur eines davon treffen kannst und möchtest.

Eine weitere gute Putt-Übung für die Genauigkeit ist die Uhr-Methode: Stecke vier Tees im Abstand von einem Meter rund ums Loch, jeweils in eine der vier Himmelsrichtungen. Versuche anschließend, zehn Putts hintereinander zu versenken, und wechsle nach jedem Putt die Position. So übst du kurze Distanzen aus jedem Winkel und gewöhnst dich daran, auch unter leichtem Druck sicher zu lochen.

Putten unter Druck: Mental stark bleiben

Es ist kein Geheimnis, dass viele Golfer sich gerade beim Spiel mit Freunden manchmal angespannt fühlen, da sie Leistungsdruck empfinden. Tatsächlich kann sich das jedoch durch gemeinsames Training verbessern.

Dabei führst du einfach verschiedene Trainingsübungen mit einem Golffreund aus. Das kann die Sache zunächst unterhaltsamer und spaßiger gestalten und gleichzeitig dazu beitragen, dass man sich weniger Gedanken über Leistungsdruck macht.

Natürlich kann das für den ein oder anderen anfangs schwierig sein, doch langfristig solltest du dich auf dem Golfplatz immer wohl in deiner Haut fühlen und darauf achten, dass du ein gesundes Selbstvertrauen hast. Fehlendes Selbstvertrauen und Zweifel machen jeden Schlag zu einem Kampf mit sich selbst, und das möchte wirklich niemand. Wenn dich das Thema grundsätzlich interessiert, findest du in meinem Artikel zum mentalen Training im Golf weitere Ansätze, die dir auch abseits des Puttens helfen.

Häufige Fragen zu Putt-Übungen

Wie verbessere ich meine Puttgenauigkeit am schnellsten?

Am schnellsten verbesserst du deine Puttgenauigkeit, wenn du dein Ziel bewusst verkleinerst, zum Beispiel mit einem einzelnen Tee oder einem quer aufgestellten Puttingtor. Kombiniere das mit der Uhr-Methode aus vier Tees rund ums Loch, dann bekommst du in kurzer Zeit ein zuverlässiges Gefühl für kurze, präzise Putts.

Wie oft sollte ich Putt-Übungen machen?

Da du den Putter öfter benutzt als jeden anderen Schläger, lohnt es sich, bei jedem Besuch auf der Anlage zumindest ein paar Minuten aufs Putting Green zu gehen. Schon 10 bis 15 Minuten gezieltes Putt-Training pro Einheit reichen aus, wenn du dabei wirklich fokussiert übst statt planlos Bälle zu schlagen.

Fazit

Es ist wichtig, das Putten zu üben, da wir keinen Schläger so oft in der Hand halten sollten wie den Putter. Dennoch üben die meisten Golfer öfter mit ihrem Driver als mit ihrem Putter. Ich hoffe, ich habe dir in diesem Artikel einige kreative Putt-Übungen gezeigt, mit denen du deine Kontrolle, Geschwindigkeit und Puttgenauigkeit verbessern kannst. Dadurch könntest du im besten Fall dein Handicap verbessern und mehr Spaß am Golfsport haben. Falls du zusätzlich wissen möchtest, welche Fehler die meisten Golfer beim Putten machen, schau dir gerne auch diesen Artikel an.

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Alexander Weber
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Alexander Weber

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